ANSPRUCH PFLEGEN

bpa THÜRINGEN

Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V.
Landesgeschäftsstelle Thüringen

Haarbergstraße 61 a
99097 Erfurt

T (0361) 6 53 86 88

F (0361) 6 53 86 89

Aktuelles aus Thüringen

19.10.2017

bpa fordert mehr Ideenreichtum für Qualität in der Pflege

6. Qualitätskonferenz in Thüringen

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) fordert einen qualifikationsgerechten Personaleinsatz als Alternative zu den starren Bestimmungen der Fachkraftquote. Neben der künftigen Personalgewinnung wird die steigende Zahl der demenziell erkrankten Menschen zur großen Zukunftsaufgabe. Beide Bereiche waren inhaltliche Schwerpunkte der 6. Qualitätskonferenz des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Thüringen in Erfurt. Dort trafen sich am 19. Oktober 2017 Pflegeexpertinnen und -experten, Betreiber von Pflegeeinrichtungen und Vertreter der Kassen.

In Thüringen leben zurzeit rund 46.000 Menschen mit Demenzerkrankungen. Ihre Zahl wird sich in den nächsten 15 Jahren etwa verdoppeln. Nadine Lopuszanski, Einrichtungsleiterin in Arnstadt und Vorstandsmitglied im bpa Thüringen, erläuterte: „Die physische und psychische Belastung unserer Fachkräfte ist groß. Deshalb begleiten wir sie intensiv und bieten regelmäßige Fortbildungen an. Eine besondere Herausforderung sind spezielle Angebote auch für jüngere Menschen mit hohem Pflege- und Betreuungsbedarf. „Hier sind alle in der Pflege Tätigen gefragt, mit fundierter Fachkenntnis dazu beizutragen, passende Wohn- und Betreuungsformen zu entwickeln. Die Mitglieder des bpa sind in dieser Hinsicht bestens aufgestellt und bereit, ihr Know-how zukunftsweisend einzubringen“, so Nadine Lopuszanski.

Um die Qualität in den Thüringer Pflegeeinrichtungen zu sichern, braucht es gesunde Beschäftigte und zukunftsweisende Rahmenbedingungen. Dabei nahm Margit Benkenstein, Vorsitzende des bpa Thüringen, auch die Bundes- und Landesregierung in die Pflicht. Sie verwies auf die vielen Gesetze der vergangenen Legislaturperiode, die die Verbesserung der Situation von Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und der Beschäftigten in der Pflege im Fokus hatten. „Die gleiche Kraftanstrengung brauchen wir jetzt auch mit Blick auf die Einrichtungen. Sie sichern die künftige Versorgungsstruktur“, so Benkenstein.