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10.02.2017

Hamburg will Jobmotor Pflege abwürgen

bpa kritisiert: Senatorin lobt Jobzuwachs in der Altenpflege und will gleichzeitig die Ausbildung abschaffen

Zur Mitteilung der Gesundheitssenatorin zum „Trend zur Ausbildung in der Altenpflege“ sagt die Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa ) Karin Kaiser:

„Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks lobte gestern  den gewaltigen Zuwachs an Ausbildungsverhältnissen in der Altenpflege der Hansestadt und will heute die Abschaffung der eigenständigen Altenpflegeausbildung beschließen lassen. Der Bundesrat soll sich dann auf Antrag der Länder Bremen und Hamburg für das Pflegeberufereformgesetz aussprechen, mit dem die Altenpflegeausbildung in einer gemeinsamen Ausbildung mit Kranken- und Kinderkrankenpflegekräften aufgehen würde. Das nennt man dann wohl, den Ast absägen, auf dem man sitzt.

Die Einheitspflegeausbildung würde die gestern von Senatorin Prüfer-Storcks gelobte Erfolgsgeschichte der Altenpflegeausbildung schlagartig beenden. Die komplizierte Ausbildung wird nicht nur viele kleinere Ausbildungsbetriebe verschrecken, sondern auch viele Berufseinsteiger und Umschüler, die wir als künftige Fachkräfte in Hamburg dringend brauchen. Den Jobmotor Pflege darf das Land Hamburg nicht sehenden Auges abwürgen.“