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15.03.2017

Meurer: „Es wird Zeit für ein modernes Einwanderungsgesetz“

bpa zum morgigen Demografiegipfel der Bundesregierung

Die Bundesregierung lädt morgen unter dem Motto „Zusammenhalt stärken – Verantwortung übernehmen“ zum Demografiegipfel ein, um über die Herausforderungen des demografischen Wandels zu beraten. Ohne gesteuerte Zuwanderung aus Drittstaaten wird die Fachkräftesicherung nicht zu meistern sein, zeigt sich bpa-Präsident Bernd Meurer überzeugt und fordert ein modernes Einwanderungsgesetz:

„Eine große Herausforderung für unser Land ist die Fachkräftesicherung. In der Altenpflege werden bis 2030 zusätzlich 500.000 Pflegekräfte benötigt. Schon heute fehlen hier ca. 50 000 Fachkräfte. Allein mit inländischen Fachkräften sowie der Digitalisierung und Robotik werden wir die Lücke bis 2030 nicht schließen können. Deshalb fordern wir ein modernes Einwanderungsgesetz. Damit wird es möglich sein, gezielt Fachkräfte aus Drittstaaten zu werben, Zuwanderung nach den Bedarfen des deutschen Arbeitsmarktes zu steuern und die bisherigen bürokratischen Hürden zu mindern.

Das Gesetz muss Verwaltungsverfahren zur Anerkennung ausländischer Fachkräfte erleichtern und beschleunigen. Wir brauchen dazu eine zentrale Anerkennungsstelle der Berufsabschlüsse des Bundes, die als einheitlicher Ansprechpartner fungiert. Bundeseinheitliche Anforderungen an die Sprachkenntnisse muss ein Einwanderungsgesetz ebenfalls regeln sowie kostenlose Sprachkurse an Goethe-Instituten im Ausland im Rahmen von Anwerbeverfahren möglich machen.

Eine elektronische Antragsstellung und ein gesamtes Anerkennungsverfahren auch aus dem Ausland sind unabdingbar. Für Unternehmen in Deutschland müssen transparente Übersichten aller nötigen Anforderungen und Fördermöglichkeiten bezüglich der Fachkraftgewinnung im Ausland zur Verfügung gestellt werden.“