ANSPRUCH PFLEGEN

Aktuelles

07.11.2017

Dem steigenden Bedarf mit einer wachsenden Versorgungslandschaft begegnen

bpa fordert angesichts des steigenden Pflegebedarfs in Rheinland-Pfalz ehrliche Debatte über Personaleinsatz

Zur Vorstellung der Analyse zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf in Rheinland-Pfalz sagt der Präsident und Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Bernd Meurer:

„Dass der Pflegebedarf in Rheinland-Pfalz in den nächsten Jahren und Jahrzehnten enorm steigen wird, dürfte heute niemanden überrascht haben. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen erneut, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen und dem steigenden Bedarf nur mit einer wachsenden Versorgungslandschaft begegnen können. Die Politik muss also alles dafür tun, Wachstum bei Pflegeheimen und Pflegediensten zu ermöglichen.

Dazu gehört auch eine ehrliche und vorurteilsfreie Debatte über den Personaleinsatz. Die Lücke zwischen den Zahlen der benötigten und der vorhandenen Pflegefachkräfte steigt ebenfalls rasant an. Wer diese Realitäten anerkennt, muss einräumen, dass das derzeitige System von festen Fachkraftquoten nicht zu halten ist. Jede gut ausgebildete und klug eingesetzte Hilfskraft unterstützt Pflegebedürftige besser als eine Fachkraft, die nicht da ist. So lange Fachkräfte fehlen, müssen wir ideologiefrei über den sinnvollen Einsatz der vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen.“

Anmerkung: In der heute veröffentlichten Analyse heißt es: „Zahl pflegebedürftiger Menschen im Alter von 60 Jahren und älter steigt von 116.300 bis 2035 auf 161.900 (+45 600 bzw. +39 Prozent) und bis 2060 auf 219.700 (+103 400 bzw. +89 Prozent)“

Die Statistische Analyse Rheinland-Pfalz 2060 - Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf finden Sie hier.