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30.11.2017

Altenpflege ist weiterhin der Jobmotor in Niedersachsen

bpa zu den neuen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit

Zu den heute von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichen Arbeitsmarktzahlen für Niedersachsen erklärt der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe, Karsten Neumann:

„Die Altenpflege ist weiterhin der Jobmotor in Niedersachsen. Der Bereich ‚Heime und Sozialwesen‘ ist mit 237.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach dem verarbeitenden Gewerbe (629.700) und dem Handel (425.000) der drittgrößte Wirtschaftszweig Damit ist fast jede und jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der niedersächsischen Altenpflege tätig.

Die Zahl der in der Altenpflege Beschäftigten hat von September 2016 auf September 2017 um 3,8 Prozent (8.800 Beschäftigte) zugenommen und ist damit Spitzenreiter beim Beschäftigungszuwachs, der binnen Jahresfrist insgesamt 2,1 Prozent betrug.

Es ist gut, dass die neue Regierungskoalition die niedersächsische Altenpflege stärker in den Fokus rücken will und dabei die Zusammenarbeit mit allen Trägern sucht. Den anderen Wirtschaftszweigen in Niedersachsen muss klar sein, dass eine gut funktionierende professionelle Altenpflege auch ihnen hilft, Fachkräfte zu halten oder neu zu gewinnen. Denn wenn Fachkräfte keinen Heimplatz oder eine ambulante Hilfe für pflegebedürftige Angehörige finden, sind sie gezwungen, ihre Arbeitszeit bei ihrem Arbeitgeber teilweise oder ganz zu reduzieren. Auch deshalb ist es notwendig, weiterhin gemeinsam für eine Beschäftigung in der Altenpflege zu werben. Denn hier entstehen krisenfeste Jobs mit Zukunft.

Wir privaten Anbieter, die wir über 60 Prozent aller Dienste und Heime in Niedersachsen verantworten, sind weiterhin bereit, alles für eine gelingende Altenpflege zu tun und Jobs zu schaffen. Mit den vom bpa kürzlich präsentierten Arbeitsvertragsrichtlinien könnte die Attraktivität des Berufes weiter gesteigert werden, wenn bei politischer Unterstützung eine zügige Vereinbarung mit den Kostenträgern gelingt.“

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.