ANSPRUCH PFLEGEN

Aktuelles

23.01.2018

Tews: „Engagement des bpa zahlt sich für Pflegebedürftige aus“

bpa begrüßt Anpassungen der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Anpassungen der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) beschlossen. Als Leistung der häuslichen Krankenpflege können Patientinnen und Patienten zukünftig Hilfe beim An- und Ausziehen von ärztlich verordneten Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen bereits ab der Kompressionsklasse I erhalten. Durch die Kompressionstherapie werden insbesondere bei multimorbiden Menschen offene Wunden und Wundheilungsstörungen vermieden.  

„Der bpa hat sich für diese dringend notwendigen Anpassungen seit langem stark gemacht, weil unsere Dienste in der täglichen Praxis immer wieder erlebt haben, wie Pflegebedürftige zurecht mit Unverständnis auf die ihnen scheinbar vorenthaltenen Leistungen reagiert haben. Gleichzeitig wurde es den Pflegediensten zum Nachteil ausgelegt, wenn sie aufgrund ärztlicher Verordnung die Kompressionsstrümpfe der Klasse I dem Pflegebedürftigen angezogen haben. Mit dem Beschluss des G-BA wird nicht nur eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, sondern auch eine umfassendere ambulante Versorgung ermöglicht. Damit zahlt sich das Engagement des bpa für tausende Menschen, die zuhause gepflegt werden, aus“, so bpa-Geschäftsführer Bernd Tews.

Zudem wurde in der HKP-RL der gesetzliche Anspruch auf sogenannte Unterstützungspflege ergänzt: Bei schwerer Krankheit – beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt – können Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung auch dann verordnet werden, wenn keine medizinische Behandlungspflege angezeigt ist.

Beide Beschlüsse des G-BA liegen nun beim Bundesgesundheitsministerium, in Kraft treten sie nach deren Prüfung und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger.