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30.01.2018

Pflege: Flächendeckendes Angebot braucht neue Personalkonzepte

bpa verweist auf Fachkräftemangel trotz Rekordzahl bei den Beschäftigten

Die Altenpflege in Brandenburg hat mit einem deutlichen Zuwachs an Pflegekräften bewiesen, dass sie ein attraktives Arbeitsfeld ist. Das stellt die Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Ellen Fährmann nach Vorlage der aktuellen Pflegedossiers des Landes fest. Diese verzeichnen in Brandenburg rund 34.700 Beschäftigte in der Altenpflege, also gut 70 % mehr als noch vor einem Jahrzehnt.

Es sei nicht damit getan, den Heimen und Pflegediensten ständig schlechte Bezahlung vorzuwerfen, zumal die Löhne in der Altenpflege stärker als alle Löhne gestiegen seien. „Einen solchen Anstieg bei den Beschäftigtenzahlen hätte es nie gegeben, wenn Pflegeunternehmen keine guten Arbeitgeber wären.“

Weil die Zahl der Pflegebedürftigen schnell weiter steige, sei der Fachkräftemangel in der Pflege allein durch mehr Ausbildung und zusätzliche Imagewerbung für den Beruf nicht zu beheben.

„In Brandenburg haben wir gute Erfahrungen mit konzeptionell begründeten Abweichungen von starren Personalquoten gemacht“, betont Fährmann. Das sei ein Weg, um die pflegerische Versorgung für eine steigende Zahl von Pflegebedürftigen und ihre Familien zu sichern.

„Dafür brauchen wir aber Vertrauen in gewissenhaft umgesetzte unternehmerische Gestaltungsideen statt einer Kultur des Misstrauens.“