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26.02.2018

Ambulante Pflege: Neue Aufgabenverteilung könnte Engpässe verringern

bpa fordert flexiblere Einsatzmöglichkeiten

Die aktuellen Engpässe in der häuslichen Kranken- und Altenpflege im Saarland könnten sich durch einen flexibleren Einsatz der vorhandenen Fach- und Hilfskräfte merklich verringern. Davon ist der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Helmut Mersdorf überzeugt: „Viele Pflegebedürftige müssen zur gleichen Zeit versorgt werden. Die ambulanten Dienste brauchen deshalb Freiheiten bei der Verteilung dieser Aufgaben auf ihre Fach- und Hilfskräfte.“

Derzeit ordnen feste Vorgaben viele Tätigkeiten ausschließlich den Pflegefachkräften zu, obwohl gut ausgebildete und entsprechend angeleitete Pflegekräfte diese ebenso übernehmen können. Hier sollte nach Ansicht Mersdorfs dringend dem Beispiel anderer Bundesländer gefolgt werden.

Dort dürfen speziell qualifizierte Pflegekräfte, die anhand vereinbarter Fortbildungskonzepte geschult wurden, bestimmte Leistungen der Häuslichen Krankenpflege erbringen. „Warum ist Vergleichbares nicht auch im Saarland möglich? Solange nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, sind es Politik und Kostenträger den Pflegebedürftigen und ihren Familien schuldig, solche Flexibilisierungen mit uns einzuführen und auch den engagierten Pflegekräften eine Perspektive zu bieten.“

Eine weniger starre Verteilung der Aufgaben innerhalb eines Pflegeteams könne den aktuellen Versorgungsnotstand in der häuslichen Krankenpflege im Saarland mildern, so der bpa-Landesvorsitzende, der hinzufügt: „Pflegebedürftige wollen mit Sicherheit lieber von einer kompetenten Pflegekraft versorgt werden als aufgrund des Fachkräftemangels überhaupt keine ambulante Krankenpflege zu bekommen.“