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27.03.2018

Altenpflege-Azubis können aufatmen: Sachsen-Anhalt schafft Schulgeld ab

bpa: Wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel in der Pflege

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) begrüßt die Ankündigung der sachsen-anhaltinischen Sozialministerin Petra Grimm-Benne, das Schulgeld für Auszubildende in der Altenpflege vorfristig noch in diesem Jahr abzuschaffen. Bundesweit ist die Streichung des Schulgeldes für diese Ausbildung erst ab 2020 vorgegeben.

„Ein Großteil der angehenden Altenpfleger in Sachsen-Anhalt muss derzeit für die Ausbildung in der Schule bezahlen. Die Reform ermöglicht nun eine einheitliche und schulgeldfreie Ausbildung in den Pflegeberufen“, sagt Sabine Kösling, Landesvorsitzende des bpa Sachsen-Anhalt. „Damit bekennt sich die Landesregierung zu einer attraktiven Pflegeausbildung und zum hohen Stellenwert dieser Berufe.“

Der bpa hat sich über viele Jahre dafür eingesetzt, die Schulgeldpflicht und damit finanzielle Hürden für die Pflegeausbildung abzuschaffen. Hintergrund ist nicht zuletzt der sich verschärfende Fachkräftemangel. „Aufgrund des demografischen Wandels wird auch in Sachsen-Anhalt langfristig mehr qualifiziertes Personal für die pflegerische Versorgung gebraucht, und diese Jobs, gerade in der Altenpflege, sind krisensicher“, beschreibt Sabine Kösling einige Vorteile der Pflegeberufe. Dazu gehören auch beste Chancen auf eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung. Mit dem Wegfall des Schulgeldes wird die Motivation für Schulabgänger, sich in einem Pflegeberuf ausbilden zu lassen, nach Meinung der bpa-Landesvorsitzenden zusätzlich gesteigert.