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05.01.2017

Pflege in Sachsen-Anhalt wird gestärkt

Mehr finanzielle Unterstützung für Pflegebedürftige seit dem 1. Januar 2017

Das Pflegestärkungsgesetz II wird in Sachsen-Anhalt insbesondere in der häuslichen Pflege zu spürbaren Verbesserungen für die Pflegebedürftigen führen. „Nach einem verhandlungsreichen Jahr haben wir ein gutes Zwischenziel erreicht. Seit dem 1. Januar 2017 erhalten pflegebedürftige Menschen in Sachsen-Anhalt neben der finanziellen Unterstützung ein noch breiteres Leistungsangebot durch die Pflegedienste“, erklärt Sabine Kösling, Vorstandsvorsitzende der Landesgruppe Sachsen-Anhalt des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). So können jetzt für Pflegebedürftige unter anderem Anträge und Dienstleistungen koordiniert und vorbereitet werden. Außerdem ist es umsetzbar, dass sie zu Kultur- oder Sportveranstaltungen begleitet werden und bei der Regelung von finanziellen und administrativen Angelegenheiten Unterstützung finden. Aber auch zusätzlich anleitende, motivierende Pflege zur Förderung des Selbstmanagements ist möglich. Wenn kein Pflegedienst vor Ort ist, steht Angehörigen ein professionelles Beratungs- und Anleitungsangebot zur Verfügung. Damit soll in Sachsen-Anhalt erreicht werden, dass Pflegebedürftige solange wie möglich zu Hause leben können.

„Jetzt können Pflegebedürftige ihre Selbstständigkeit durch weitere Unterstützungen stärken. Endlich können Pflegedienste besser auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden eingehen, und die Pflegekassen finanzieren diese Leistungen. Das ist nicht nur für pflegebedürftige Menschen, die an einer Demenz leiden, und deren Angehörige eine deutliche Erleichterung“, so Kösling, die ergänzt: „Allerdings ist das nach Auffassung des bpa erst der erste Schritt, denn entsprechend den neuen gesetzlichen Regelungen sind weitere Überarbeitungen erforderlich. Hierauf haben sich die Vertragsparteien bereits verständigt. Dabei wird auch die Einsatzpauschale dringend überarbeitet und an den Bedarf angepasst werden müssen, um den Pflegediensten die Fahrten zu den Kunden zu ermöglichen und den Aufwand angemessen zu entlohnen.“