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11.07.2018

Pflegekammer diskriminiert ausbildungswillige Geflüchtete

bpa weist Kritik am Modellprojekt der Landesregierung zur integrierten Pflegehelfer- und Schulausbildung zurück

Mit ihrer am 11. Juli 2018 in mehreren Zeitungen geäußerten Kritik an einer hessischen Ausbildungsinitiative für geflüchtete Menschen bedient die Pflegekammer aus Rheinland-Pfalz dumpfe Klischees. Das kritisiert der hessische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Jochen Rindfleisch-Jantzon. „Wer angesichts einer kombinierten Schul- und Berufsausbildung für geflüchtete Menschen vor einer Zunahme der Gewalt in der Pflege warnt, diskriminiert die ausbildungswilligen Geflüchteten, setzt sie auf unerträgliche Weise herab und holt sich – ob gewollt oder fahrlässig – Applaus aus der ganz rechten Ecke ab, während alle anderen darüber entsetzt mit dem Kopf schütteln.“

Die hessische Landesregierung hatte in einem breit unterstützten Modellprojekt kürzlich ermöglicht, dass 160 geeignete und motivierte Flüchtlinge innerhalb einer auf zwei Jahre verlängerten Ausbildung sowohl den Hauptschulabschluss als auch den Abschluss als Altenpflegehilfskraft (APH) erwerben können, und damit alle Standards des Ausbildungszugangs und der Ausbildungsinhalte gewahrt.