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31.08.2018

bpa befürwortet neue Kurzzeitpflegeplätze in Bayern

Baurechtliche Anpassungen müssen folgen

In den ersten Monaten des Jahres ist das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen in Bayern spürbar gewachsen. Mit der Umsetzung des Modells "fix plus x" habe dieses gerade für pflegende Familien so wichtige Versorgungsangebot einen spürbaren Schub erhalten, sagt der bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri. "Nach ersten uns bekannten Zahlen sind in den letzten Monaten 140 neue Kurzzeitpflegeplätze ausgewiesen worden, die den Betroffenen zur Verfügung stehen. In der Kurzzeitpflege wurde schon sehr früh deutlich, dass flächendeckende Versorgung ohne politische Unterstützung nicht mehr selbstverständlich sein wird."

Kasri lobte die aktuelle Ankündigung eines Förderprogrammes durch Gesundheitsministerin Melanie Huml als wichtige Unterstützung. "Mit den neu entstandenen Kapazitäten in der Altenpflege werden die pflegebedürftigen Menschen und die Angehörigen unterstützt. Sowohl nach einem Krankenhausaufenthalt als auch beim Urlaub der Angehörigen ist die Versorgung gesichert."

Beim Modell "fix plus x" verpflichtet sich eine Pflegeeinrichtung, feste Kurzzeitpflegeplätze für Seniorinnen und Senioren vorzuhalten, die üblicherweise zu Hause gepflegt werden und deren Angehörige eine vorübergehende Entlastung benötigen.

Mit dieser Ankündigung sei die Kurzzeitpflege finanziell auf einem guten Weg, sagt der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in München, Joachim Görtz. "Der Bedarf ist hoch, in allen Regionen des Landes. Deshalb sollte die Landesregierung jetzt auch in baulicher Hinsicht nachlegen und Abweichungen von den engen Vorschriften für Heime zulassen." Für einen Aufenthalt von drei oder vier Wochen sei nicht entscheidend, ob ein Zimmer einen halben Quadratmeter zu klein sei. "Wenn wir verlässlich und flächendeckend Kurzzeitpflegeplätze vorhalten und damit pflegende Familien entlasten sollen, erwarten wir eine sichtbare Unterstützung der Heimaufsichten durch eine konstruktive Genehmigungspraxis."