ANSPRUCH PFLEGEN

Aus den Landesgruppen

07.08.2017 /  SH

bpa zum Ausbildungsstart: „Weg mit dem Schulgeld in der Pflege“ - bpa schlägt Sofortmaßnahmen für mehr Auszubildende in der schleswig-holsteinischen Pflege vor

Angesichts des in Kürze beginnenden Ausbildungsjahres in der Pflege fordert Mathias Steinbuck, Landesvorsitzender des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), die umgehende vollständige Abschaffung des Schulgeldes: „Die Pflegebranche sucht händeringend Fachkräfte, und Schleswig-Holstein leistet sich eine kostenpflichtige Ausbildung. Eine Abschaffung des Schulgeldes in der Altenpflege wäre das Selbstverständlichste der Welt. Kein Auszubildender im Handwerk muss seine Berufsschule bezahlen. Statt warmer Worte sind konkrete Taten und ein deutliches Signal an die Azubis vonnöten. Die Botschaft muss lauten: ,Wir brauchen euch, nie wart ihr so wichtig wie heute, um auch morgen die Pflege unserer alten Menschen sicherstellen zu können‘“, so Steinbuck.

Derzeit gäbe es für die Pflegepolitik keine wichtigere Aufgabe, als sofort zusätzliche Fachkräfte in die Branche zu bringen. „Auf Bundesebene herrscht immer noch Unklarheit über die neue Form der Pflegeausbildung, die frühestens 2020 in Schleswig-Holstein ankommt. So lange können wir nicht warten.“ Die Landesregierung müsse deshalb schon vorab eine Ausbildungsumlage einführen, bei der alle Einrichtungen und Dienste an den Ausbildungskosten beteiligt werden. „Damit haben andere Bundesländer ihre Schülerzahlen in der Pflege deutlich gesteigert, da müssen wir in Schleswig-Holstein nachziehen“, fordert der bpa-Landesvorsitzende.