ANSPRUCH PFLEGEN

Seminare in Nordrhein-Westfalen

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19. Februar 2018

Gewaltreduzierende Pflege im Kontext gesetzlicher Anforderungen

Ziele:
Konzeptionelle Grundlagen und Lösungsansätze zur Gewaltprävention in der Pflege im Kontext des der gesetzlichen Anforderungen (§§ 8 und 19 WTG NRW)

Mit dem neuen Wohn- und Teilhabegesetz des Landes NRW müssen Leistungsanbieter/innen (stationäre Pflegeeinrichtungen etc.) Maßnahmen zur Gewaltprävention durchführen und die Beschäftigten zur Vermeidung von Gewalt durch ihr Verhalten und Handeln schulen (§ 19 WTG NRW).

Gewalt und Aggression stellen in der Pflege stets ein mehrdimensionales Phänomen dar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine bedeutsame Rolle. Selten lassen sich 'Opferrolle' und 'Täterschaft' klar und eindeutig voneinander trennen. In einem multiperspektiven Verständnis sind immer mehrere Verantwortungsebenen zu unterscheiden:
- die Akteursebene (Pflegekräfte sowie Leitungskräfte, ihre Haltung und ihr (Nicht-)Handeln am Bewohner/Patienten bzw. Mitarbeiter)
- die Teamebene (gemeinschaftlich und einvernehmlich handeln)
- organisationale Ebene (Struktur, Programme und Regelwerke der Einrichtungen)
- die gesellschaftliche Ebene (z.B. leistungsrechtliche Möglichkeiten und ihre Grenzen)

 

Inhalt:

In diesem Sinne widmet sich das Seminarangebot gleichermaßen
a) den Pflegekräften und Teams, ihren Interventions- und Interaktionsmöglichkeiten sowie ihrer professionellen Haltung
b) den Leitungskräften und ihrer managerieller Verantwortung zur Gewaltvermeidung und zur Ressourcenzuteilung

Im ersten Teil (a) wird u.a. das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg in Bezug auf die Pflege demenziell veränderter Menschen und dem von ihnen gezeigten sog. 'herausforderndem Verhalten' (BPSD) vorgestellt und eingeübt.

Im zweiten Teil (b) wird der Blick auf fördernde bzw. hindernde Regelwerke und hinterlegte Programme in den Strukturen der Pflegeeinrichtung gelegt und es werden Möglichkeiten der zielführenden Intervention und Umgestaltung hinderlicher Strukturen erörtert.

Methoden:
- Problem- und Teilnehmerorientierte (induktive) Vorgehensweise (d.h., wir arbeiten primär mit den Themen, die die Teilnehmer/innen mitbringen)
- Vorträge und Diskussion
- Interkollegialer Austausch
- Übungen

Hierbei stehen u.a. folgende Aspekte im Vordergrund:
- Wie erkennen wir prädisponierenden (biografisch angelegten), vermittelnde und auslösenden Gewaltfaktoren (Trigger) Faktoren von Gewalt?
- Wie können sich Pflegende selbst schützen?
- Was ist konzeptionelle durch die Einrichtung i.S.d. des WTG sicherzustellen?

Termindetails:
19.02.2018
10:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

apm gGmbH - Duisburg, Mühlheimer Straße 46

47057 Duisburg

Teilnahmegebühr

95,00 € bpa Mitglieder
125,00 € Nichtmitglieder

Datum, Uhrzeit

Mo. 19. Februar 2018, 10:00 - 17:00 Uhr

Dozent

Prof. Dr. Manfred Borutta
Pflegewissenschaftler (MScN), Dipl. Pflegewirt (FH), Altenpfleger
Professor für Gerontologie in der Sozialen Arbeit und der Pflege Dipl.-Pflegewirt

Zielgruppen

Pflegefach- und Pflegehilfskräfte, Leitungskräfte

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2019 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.

Teilnahme

Nehmen Sie verbindlich an dieser Veranstaltung teil.