ANSPRUCH PFLEGEN

Seminare in Nordrhein-Westfalen

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09. März 2018

Deeskalierende Pflege demenziell veränderter Menschen

Ziele:
Gewalt und Aggression stellen in der Pflege ein mehrdimensionales Phänomen dar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine bedeutsame Rolle. Selten lassen sich 'Opferrolle' und Täterschaft' klar und eindeutig voneinander trennen. Dramatisierung und wertende Empörung helfen dabei Beteiligten wie Betroffenen im Alltag nicht weiter.

Das Seminar bietet Pflegenden auf zwei Ebenen Unterstützung:
Zunächst wird in einem ersten Schritt die Vielschichtigkeit bzw. Mehrdimensionalität des Gewaltphänomens herausgearbeitet. Dabei werden unterschiedliche Faktoren, die zur Gewaltentstehung beitragen, veranschaulicht. Hierzu gehören (i.S. des polykontextrualen Ansatzes nach W. Vogd, 2011) u.a.
- die jeweiligen pflegerischen Interventionen (das pflegerische Handeln und Nicht-Handeln),
- die Interaktionen (die Beziehung zwischen Pflegenden und pflegebedürftigen Menschen),
- die eigene professionelle Haltung der Pflegenden
- die Teamorientierung der Akteure,
- sowie die organisationalen Regelwerke
betrachtet.

In einem zweiten Schritt werden Handlungskompetenzen und präventive Aspekte vertieft. Dabei werden Herangehensweisen erörtert, die eine Konfrontation erkennen und vermeiden helfen und dort, wo diese bereits entstanden ist (bspw. in akuten Bedrohungssituationen), deeskalierend wirken können.

Da wir den demenziell veränderten Menschen in seinen Verhaltensweisen nicht ändern können, lautet das Motto des Seminaransatzes: Änderung geht nur über Selbständerung der Akteure.

Inhalt:
Die folgenden Schwerpunkte stehen in diesem Seminar im Vordergrund:

- Phänomene der Gewalt erkennen und sie von anderen Phänomenen (bspw. Aggression) unterscheiden können
- Prädisponierenden (biografisch angelegten), vermittelnde und auslösenden Gewaltfaktoren (Trigger) differenzieren und erkennen können
- Hermeneutische Fallarbeit zur Analyse von Gewaltphänomen und zur Generierung 'kollektiv bindender Entscheidungen' im Pflegeteam
- 'Sich selbst schützen können' - sich eine assertive Haltung aneignen

Methoden:
Impulsvortrag, Diskussion, Erfahrungsübungen anhand konkreter Praxisbeispiele, Gruppenarbeit

Termindetails:
09.03.2018
10:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

bpa - Landesgeschäftsstelle NRW,
Friedrichstraße 19

40217 Düsseldorf

Teilnahmegebühr

95,00 € bpa Mitglieder
125,00 € Nichtmitglieder

Datum, Uhrzeit

Fr. 09. März 2018, 10:00 - 17:00 Uhr

Dozent

Prof. Dr. Manfred Borutta
Pflegewissenschaftler (MScN), Dipl. Pflegewirt (FH), Altenpfleger
Professor für Gerontologie in der Sozialen Arbeit und der Pflege Dipl.-Pflegewirt

Zielgruppen

Pflegefach- und Pflegehilfskräfte, Leitungskräfte

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2019 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.

Teilnahme

Nehmen Sie verbindlich an dieser Veranstaltung teil.