ANSPRUCH PFLEGEN

Seminare in Nordrhein-Westfalen

Zur Übersicht
16. April 2018

Betreuungsassistent/in in Pflegeeinrichtungen (gemäß Richtlinie nach § 53c SGB XI)
Betreuungskraft im ambulanten Pflegebereich (§ 45 b SGB XI)

Ziele:
Pflegebedürftige Menschen haben in der Regel einen hohen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf. Die Grundlage der Tätigkeit einer zusätzlichen Betreuungskraft ergibt sich im vollstationären und teilstationären Bereich aus den Richtlinien zur Qualifikation und zu den Aufga-ben von zusätzlichen Betreuungskräften gemäß § 53 c SGB XI.

Seit 2013 besteht auch für teilstationäre Pflegeeinrichtungen (Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege) die Möglichkeit, zusätzliche Betreuungskräfte mit entsprechender Refinanzierung durch die Pflegekassen einzusetzen. Ab 01.01.2017 müssen alle teil- und vollstationären Pflegeein-richtungen zusätzliche Betreuungskräfte beschäftigen und entsprechende Leistungen als Regel-leistung anbieten!

Durch das erste Pflegestärkungsgesetz wurden zum 1. Januar 2015 die Leistungen für Pflegebe-dürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stati-onären Pflegeeinrichtungen erhöht: Es wird nicht mehr ein Personalschlüssel von 1:24, sondern ein Schlüssel von 1:20 für die Bemessung der Zahl der Alltagsbegleiter gelten. Anspruchsberechtig sind nicht mehr nur Bewohner mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz, sondern alle pflegebedürf-tigen Bewohner.
Ebenso haben auch im häuslichen Bereich alle pflegebedürftigen Versicherte Anspruch auf zu-sätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen gemäß § 45 b SGB XI.

Voraussetzung für Betreuungskräfte im teil- und vollstationären Bereich:
Orientierungspraktikum über 5 Tage (40 Std.) in einer Einrichtung:
Das Praktikum ist vor Beginn des Kurses in einem Pflegeheim oder einer Tagespflege durchzuführen. Es sollen erste Eindrücke von der Arbeit mit betreuungsbedürftigen Pflegeheimbewohnern bzw. Tagespflegegästen gesammelt werden und das Interesse und die Eignung für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich selbst geprüft werden.

Ziel:
- für den teil- und vollstationären Pflegebereich: Erwerb der Qualifikation als zusätzlich einzusetzende Betreuungskraft für die Leistungen nach § 43 b SGB XI
- für den ambulanten Pflegebereich: Qualifikation zur Betreuungskraft

Inhalt:
Inhalte:
Modul 1: Basiskurs (100 Unterrichtsstunden)
- Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion
- Grundkenntnisse über Demenz - und psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie somatische Erkrankungen wie z.B. Diabetes und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates und deren Behandlungsmöglichkeiten
- Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation (Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Umgang mit Inkontinenz, Schmerzen und Wunden etc.)
- Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit Betreuungstätigkeiten
- Erste-Hilfe-Kurs, Verhalten beim Auftreten eines Notfalls
Modul 2: Betreuungspraktikum über mindestens 14 Tage für Betreuungskräfte im teil- und vollstationären Bereich:
Das Praktikum erfolgt in einem Pflegeheim oder einer Tagespflege unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung des betroffenen Personenkreises erfahrenen Pflegefachkraft.
Es muss nicht in einem Block absolviert werden, sondern kann auch zeitlich aufgeteilt werden.

Modul 3: Aufbaukurs (60 Stunden)
- Vertiefung der Kenntnisse, Methoden und Techniken über das Verhalten, die Kommunikation und die Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen
- Rechtskunde (Grundkenntnisse über Haftungsrecht, Betreuungsrecht, Schweigepflicht, Datenschutz, Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen)
- Hauswirtschaft und Ernährungslehre
- Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung
- Bewegung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und/oder Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
- Kommunikation und Zusammenarbeit mit den an der Pflege Beteiligten, z.B. Pflegekräfte, Ehrenamtliche und Angehörige

Am letzten Tag erfolgt eine Prüfung zur Lernzielkontrolle.

Gesamtstundenzahl: 160 Ustd.
Abschluss: Zertifikat


Förderung:

Die Maßnahme ist nach AZAV zugelassen und über einen WeGeBau-Bildungsgutschein förderfähig.
Bildungsscheck NRW (Förderung 50 % max. 500,- EUR )
Bildungsprämie /Prämiengutschein des Bundes (Förderung 50 % max. 500,- EUR )
Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

WICHTIG: Auf dem Bildungsscheck und dem Prämiengutschein muss unbedingt der ausrichtende Bildungsträger eingetragen sein (z. B. apm gGmbH), der die Fortbildung durchführt. Diese Information entnehmen Sie bitte der Ausschreibung. Die Förderung muss bei uns vor Anmeldeschluss des Seminars vorliegen!

Termindetails:
Start: 16.04.2018
Ende: 26.06.2018
(bitte Zeitablaufplan anfordern)

gesamt: 160 Unterrichtsstunden
09:00 - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

apm gGmbH - Heinsberg, Markt 22-25

52525 Heinsberg

Teilnahmegebühr

749,00 € bpa Mitglieder
849,00 € Nichtmitglieder

Datum, Uhrzeit

Mo. 16. April 2018, 09:00
bis Di. 26. Juni 2018, 16:00

Dozent

Fachdozenten der apm
Akademie für Pflegeberufe und Management gGmbH

Zielgruppen

Mitarbeiter aus dem teil- und vollstationären sowie ambulanten Pflegebereich
- mit Erfahrungen in der Arbeit mit Demenzkranken (Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes, ehrenamtlich Tätige etc.) und
- ohne Erfahrung in diesem Bereich (Hilfskräfte

Teilnahme

Nehmen Sie verbindlich an dieser Veranstaltung teil.