ANSPRUCH PFLEGEN

bpa HESSEN

Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V.
Landesgeschäftsstelle Hessen

Schiersteiner Straße 86
65187 Wiesbaden

T (0611) 3 41 07 9-0

F (0611) 3 41 07 9-10

Aktuelles aus Hessen

25.05.2016

Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II) - Umsetzung in Hessen vereinbart

Wie in den letzten Ausgaben des bpa.regional berichtet, hat sich der bpa intensiv in die AG stationäre Pflege, die in Hessen das vereinfachte Verfahren verhandelt und beschlossen hat, eingebracht. In mindestens 20 Terminen der AG, der daraus gebildeten Unterarbeitsgruppe PSG II, der entsprechenden Vorbereitungstreffen mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege konnte nun das nachfolgend vorgestellte Verhandlungsergebnis erzielt werden:

·          Alle hessischen Pflegeheime können bis zum 30.09.2016 an einem vereinfachten Verfahren zur Überleitung der Pflegesätze und Errechnung des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils zum 01.01.2017 teilnehmen.

·          Hierfür werden eine abgestimmte Excel-Tabelle und begleitende Unterlagen zur Verfügung gestellt, die das Verfahren erläutern.

·          Abhängig von der Quote der Bewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz (PEA-Quote) erhalten die Einrichtungen die Möglichkeit, zusätzliches Pflege- und Betreuungspersonal schrittweise im Jahr 2017 aufzubauen. Bei einer durchschnittlichen PEA-Quote von 67% ergibt sich ein Mehrpersonalisierungsangebot von ca. 6-8%. Für einzelne Einrichtungen mit einer außergewöhnlich niedrigen PEA-Quote – die rein rechnerisch Personal abbauen müssten - gibt es einen Personalbestandsschutz bis Ende 2019.

·          Die Erhöhung der Pflegesätze für Einrichtungen, die mehr Personal beschäftigen möchten, erfolgt zum 01.01.2017, das dadurch finanzierte Personal muss aber erst in zwei Stufen zum 01.06. und zum 01.11.2017 nachgewiesen werden. Der finanzielle Puffer in der Zwischenzeit gilt als Risikozuschlag.

·           Zusätzlich können – je nach der individuellen Laufzeit Ihrer aktuellen Entgeltvereinbarung – der Pflegesatz sowie die Entgelte für Unterkunft und Verpflegung frühestens ab 01.06.2016 um 2,45% für 14 Monate pauschal erhöht werden.

·          Alle Einrichtungen, die im Laufe des Jahres die pauschale Entgeltanhebung nutzen möchten, erhalten gleichzeitig eine Überleitungsvereinbarung mit den neuen Pflegesätzen (wirksam zum 01.01.2017), auch wenn sie keine Mehrpersonalisierung umsetzen wollen.


Die bpa-Landesgeschäftsstelle Hessen hat zu dieser Vereinbarung am 24.05.2016 eine Sonderausgabe des bpa.regional an alle Mitglieder mit stationären Dauerpflegeeinrichtungen per E-Mail geschickt. Außerdem wird das Rundschreiben in gedruckter Version zusätzlich an alle geschickt.

Die im Rundschreiben enthaltenen bpa-Arbeitshilfen und eine Liste der dazu stattfindenden Workshops finden Sie auch im für Mitglieder geschützen Bereich unserer Homepage.