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Aktuelles aus Mecklenburg-Vorp.

07.08.2013

Politiker im Pflegepraktikum: „Engagierte Pflegekräfte und zufriedene Patienten“

MdB Eckhard Rehberg zu Besuch im ambulanten Pflegedienst

Um die Arbeitsweise eines ambulanten Pflegedienstes kennenzulernen, hospitierte der Bundestagsabgeordnete Eckhard Rehberg (CDU) am Dienstag bei dem häuslichen Krankenpflegedienst „Pflege mit Herz“ Heike Müller in Güstrow. Die Einrichtung ist Mitglied im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa).

Eckhard Rehberg besuchte gemeinsam mit Schwester Julia, Mitarbeiterin des Pflegedienstes, ab dem frühen Morgen mehrere Patienten und unterhielt sich dabei mit ihnen und ihren Angehörigen. Alle fanden es positiv, dass sich ein Politiker einmal vor Ort informiert, welche Probleme die Pflegekräfte und die Patienten haben.

In einer Diskussion zu pflegepolitischen Themen sagte Eckhard Rehberg: „Die Pflege ist eines der wichtigsten sozialen Themen unser älter werdenden Gesellschaft. In zehn Jahren wird es in Deutschland 3,4 Millionen Pflegebedürftige geben, eine Million Menschen mehr als heute. Alleine diese Zahl unterstreicht die Herausforderung der zukünftigen Ausgestaltung der Pflegeversicherung. Bei meinem Praktikum konnte ich erleben, wie wichtig die Arbeit der Pflegefachkräfte für die Betroffenen ist.“

Aus Sicht des bpa-Landesbeauftragten Sven Wolfgram, der den Besuch begleitete, brauchen die Pflegedienste endlich Klarheit, wie die Vergütung der Pflegeleistungen ab dem 1. Januar 2014 aussehen wird. „Wir fordern eine leistungsgerechte Vergütung für die rund 430 ambulanten Pflegedienste mit rund 6.500 Mitarbeitern im Land Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, ausreichend Zeit für die Erbringung der häuslichen Krankenpflege für die Pflegekräfte und Patienten zu sichern und damit den Pflegediensten die langfristige Bindung der Fachkräfte zu ermöglichen und deren Abwanderung in andere Bundesländer zu verhindern.“

Beim Pflegedienst „Pflege mit Herz“ kümmern sich insgesamt 28 engagierte Mitarbeiter um das Wohl der rund 90 Patienten. Heike Müller, Inhaberin des Pflegedienstes, nutzte die Gelegenheit, um dem „Praktikanten“ die Zeitknappheit der Mitarbeiter bei den Patienten zu erläutern. „Die erbrachten Leistungen der Behandlungspflege werden nicht kostendeckend bezahlt. Zugleich steigt jedoch der Anspruch an die Qualität der Pflege. Hochwertige Pflege ist jedoch für wenig Geld nicht möglich.“ Die Inhaberin des Pflegedienstes sieht großen Bedarf, dass man bei den Verhandlungen zum Thema Vergütung und mehr Zeit zu einer baldigen Einigung kommt.