ANSPRUCH PFLEGEN

bpa THÜRINGEN

Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V.
Landesgeschäftsstelle Thüringen

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Aktuelles aus Thüringen

06.02.2019

Deutliches Gehaltsplus für Beschäftigte in der Altenpflege

Gehälter steigen im laufenden Jahr weit überdurchschnittlich

Für bis zu 8.000 Thüringer Beschäftigte in der privaten Pflege steigen die Löhne im laufenden Jahr weit überdurchschnittlich. Der bpa Arbeitgeberverband hat die Gehaltstabelle für Thüringen entsprechend angepasst. Sie ist Teil der tarifähnlichen Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die in den meisten der über 120 ambulanten thüringischen Pflegedienste im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bereits Anwendung finden. Mit der Steigerung liegt der Verdienst der Pflegekräfte weiter deutlich über dem Durchschnitt des Freistaats.

Die Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe des bpa, Margit Benkenstein, begrüßt die neue Gehaltstabelle: „Mit der Lohnsteigerung bleibt der Beruf attraktiv. Beim Einstiegsgehalt für eine Pflegefachkraft in Vollzeit liegen wir oberhalb vieler Tarifgehälter. Auch Pflegehilfskräfte verdienen dann mehr, als selbst  der Pflegemindestlohn West vorsieht“, so Benkenstein.

Möglich werden diese Lohnsteigerungen nicht zuletzt durch die Bereitschaft der Thüringer Pflege- und Krankenkassen, diese zu refinanzieren. „Gemeinsam haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen, die Landespolitik ebenso wie die Kostenträger und die Pflegeunternehmen. Thüringen ist für Pflegekräfte attraktiver geworden und die zukünftige pflegerische Versorgung unserer alten Menschen ein Stück sicherer“, resümiert Benkenstein.

Die Einführung der Arbeitsvertragsrichtlinien im Jahr 2017 war laut Benkenstein ein wichtiges Instrument für die Pflegeeinrichtungen, um eine vernünftige Pflegevergütung mit den Pflege- wie Krankenkassen zu vereinbaren, um die Grundlage für die entsprechend höheren Gehälter zu ermöglichen. Die kommunalen Sozialhilfeträger in Thüringen haben sich auch 2019 dieser Vereinbarung zur Steigerung der Pflegevergütung für ambulante Pflegedienste nicht angeschlossen. „Daher können Pflegedienste, die mehr als 5 % Sozialhilfeempfänger versorgen, leider nicht davon profitieren“, bedauert Benkenstein.