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Informationen

Videos rund um Digitalisierung

Auf dem Youtube-Channel des bpa finden Sie Beiträge zu dem Praxis-Pitch der diesjährigen Fachtagung sowie Interviews und Tutorials.

 

Erfolgreiche Fachtagung "Digitalisierung"

Nach der Bundesmitgliederversammlung am 13. Juni 2019 folgte am nächsten Tag die bpa-Fachtagung, die unter dem Motto Digitalisierung stand. Der Praxis-Pitch stieß bei vielen Teilnehmern auf großes Interesse, da drei bereits in der Praxis umgesetzte Lösungen vorgestellt wurden.

Peter Groeneveld, Geschäftsführer und Inhaber der ProSanitas, eines ambulanten Pflegedienstes in Emden, arbeitet komplett papierlos: Im Rahmen seines digitalen Büros werden sämtliche Daten im Rahmen der Leistungserbringung über mobile Endgeräte erfasst. Auch die Kommunikation mit dem Steuerberater und anderen Geschäftspartnern sowie die Leistungsnachweise, die Abrechnung und Kommunikation mit Ärzten und Angehörigen erfolgt mithilfe eines Portals komplett digital.

Alexander Flint, Geschäftsführer beim Seniorenheim Kronenhof, gab einen Überblick über das E-Learning, ein neues Format zur Vermittlung von Wissen und Schulungsinhalten. Die Pflichtschulungen seiner Mitarbeiter erfolgen ausschließlich elektronisch über die E-Learning-Angebote des E-Campus der apm. Das E-Learning der Pflichtschulungen, aber auch weiterer Qualifizierungsangebote, hat Alexander Flint mit der elektronischen Dokumentation verknüpft, so dass die Arbeit daran nur erfolgen kann, wenn auch die Schulungen im Rahmen der vereinbarten Fristen absolviert wurden. Die Mitarbeiter können ihre Schulungen flexibel zu jeder Uhrzeit am Rechner oder mit dem Tablet absolvieren. Fahrtkosten zu Seminaren werden eingespart und es gibt keine Schwierigkeit mehr einen gemeinsamen Termin für eine Fortbildung zu finden.
 
Mit der Televisite machte Michael Wehner, Geschäftsführer des Seniorenheims Saaleufer, auf eine neue Versorgungsform zur Überwindung räumlicher Distanzen aufmerksam. Wehner, der sich per Video live in die bpa-Fachtagung schalten ließ, demonstrierte in einem Kurzfilm, wie die Pflegefachkräfte in seiner stationären Einrichtung den zuständigen Hausarzt per Videokonferenz zuschalten, um medizinischen Rat einzuholen. Der Hausarzt muss so nicht ständig die stationäre Einrichtung aufsuchen und die Pflegefachkräfte können sofort die entsprechende Behandlung einleiten. Für alle beteiligten Akteure lohnt sich die Anschaffung der Hardware, da die Arbeit effizienter wird und die Kommunikationswege beschleunigt werden.

 

Umfrageergebnisse der bundesweiten Onlinebefragung

bpa-Umfrage zeigt, dass Digitalisierung zunehmend in der Praxis Einzug hält

Eine bundesweite Onlinebefragung mit über 1.500 Teilnehmenden belegt, dass die Mitglieder des bpa sich mit der Digitalisierung beschäftigen, sie zunehmend in der Praxis umsetzen und diesbezügliche Kompetenzen besitzen. bpa-Präsident Bernd Meurer zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Annahmen und Unterstellungen, dass die Pflege dem digitalen Wandel skeptisch gegenüberstehe oder Pflegekräfte nicht technisch affin seien, wurden klar widerlegt.“ Die privaten Pflegedienste und Heime beschäftigten sich oft schon seit Jahren mit der Thematik. Zudem würden in Bezug auf die Digitalisierung vorrangig Chancen für die Branche gesehen, und es existierten klare Vorstellungen über die Umsetzungsprioritäten. Auch bei der Einführung von elektronischen Abrechnungs- und Dokumentationssystemen sei bereits viel passiert. Im Einsatz von intelligenten Methoden der Qualifizierung sehen die befragten Mitglieder einen Schwerpunkt, so Meurer. Das größte Potenzial zur Entlastung bei der täglichen Arbeit liegt nach Meinung der befragten Unternehmen in der Dokumentation und/oder Abrechnung (89 Prozent), bei der Mitarbeiterkommunikation (71 Prozent), bei der Kommunikation mit Ärzten und Apotheken (75 Prozent), bei der Dienst- und Tourenplanung (88 Prozent) sowie bei der Qualitätsüberprüfung (77 Prozent). Die Pflegeunternehmen und Mitarbeiter wollen die Entwicklungen aktiv mitgestalten und sind sehr an Informationen und Praxisbeispielen zu den Umsetzungsmöglichkeiten interessiert. An der Befragung haben mit 61 Prozent überwiegend ambulante Pflegedienste teilgenommen, 74 Prozent der Befragten sind Einzelunternehmen mit unter 50 Mitarbeitern. 73 Prozent der Befragten befassen sich konkret mit der Digitalisierung, davon geben 29 Prozent an, dies sogar seit über fünf Jahren zu tun.

Zu der Pressemitteilung gelangen Sie hier.