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05.08.2021

Berufliches Orientierungsjahr trotz Pandemie? In der Pflege geht das

bpa macht auf Pilotprojekt und freie FSJ-Stellen in der Pflege aufmerksam

Schulabgänger und junge Menschen in der beruflichen Orientierungsphase finden in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Pflege Zukunftsperspektiven und persönliche Herausforderungen. Das FSJ ist ein Jahr für sich und andere. Der Kontakt zu und die Unterstützung von älteren und behinderten Menschen bietet die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren, sich zu orientieren und auszuprobieren. Darauf weist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) hin. In vielen anderen Branchen sind Praktika zur beruflichen Orientierung aufgrund der Pandemie derzeit nicht möglich. „Praktische Erfahrungen helfen enorm auch bei der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn. Deshalb bieten viele Pflegedienste und -heime in Niedersachsen das Freiwillige Soziale Jahr an“, sagt die bpa-Landesvorsitzende Ricarda Hasch. „In der Pflege sind engagierte junge Menschen als zusätzliche Unterstützung im Rahmen der Betreuung gefragt. Aufgrund der professionellen Hygienestandards und der hohen Impfquote kann sich hier jeder sicher ausprobieren.“

Im FSJ entdecken junge Menschen ein Jahr lang neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft und stärken ihre eigenen Talente. Mit dem jetzt von der Landesregierung gestarteten Förderprojekt „FSJ-Pflege“ können interessierte Schulabgänger gerade dieses Berufsfeld kennenlernen, das derzeit besonders im Fokus steht. FSJler erhalten grundsätzlich ein Taschengeld und zusätzlich eine Jahresfahrkarte für ganz Niedersachsen, um innerhalb des Bundeslandes kostenfrei zu ihren Einsatzstellen gelangen zu können.

„Im Rahmen des FSJ können junge Leute den Kontakt zwischen den Generationen herstellen und direkt mit älteren Menschen arbeiten. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung – zum Beispiel die Organisation von Gruppenveranstaltungen oder des gemeinsamen Singens oder das Vorlesen von Büchern. Die Pflege ist aber nicht nur ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld. Hier finden junge Menschen zudem absolut krisensichere Perspektiven in jeder Region, mit guter Bezahlung und lebenslangen Weiterentwicklungsmöglichkeiten bis hin zu Leitungsfunktionen oder einem Studium“, so Hasch. „Wenn man also in einen Beruf hineinschnuppern will, in dem der Mensch und das soziale Engagement im Vordergrund stehen, dann sollte es die Pflege sein.“

Freie Stellen oder die Möglichkeit eines Schnupperpraktikums in allen Regionen des Landes können direkt bei der bpa-Landesgeschäftsstelle unter 0511/12 35 13 40 erfragt werden.