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24.09.2021

„Es geht um die Wurst.“ Landesweite Pflege-Diskussionen mit Bundestagskandidaten

Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste suchen bei bpa-Aktion aktiven politischen Austausch mit den Direktkandidaten vor Ort

Bei landesweit fünf Diskussionsrunden mit Direktkandidaten zur Bundestagswahl haben sächsische Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste ihre Forderungen an die Politik formuliert. In den Wahlkreisen Leipzig II, Leipzig-Land, Sächsische Schweiz/Ostererzgebirge, Erzgebirgskreis I und Chemnitz folgten mehrere Kandidatinnen und Kandidaten der Einladung der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) zum Gespräch über die Pflege in Sachsen.

 „Mit der aktuellen Pflegereform wurden zwar Verbesserungen für Pflegende auf den Weg gebracht, aber die zukunftsfeste Finanzierung der Lohnkosten und Risiken vergessen. Wenn hier nicht nachgesteuert wird, gerät die Versorgung Pflegebedürftiger an vielen Stellen in Sachsen ins Wanken“, sagt der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Sachsen, Igor Ratzenberger. „Für die Pflege geht es um die Wurst, deshalb haben wir bei dieser Aktion Direktkandidatinnen und -kandidaten zum gemeinsamen Grillen eingeladen.“

Zu den lockeren, aber konzentrierten Runden kamen an den fünf Veranstaltungsorten nicht nur Politikerinnen und Politiker aus der Region, sondern auch Betreiber von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen, um sich mit den künftigen Verantwortungsträgern über pflegepolitische Themen auszutauschen. Die Bundestagskandidaten zeigten großes Verständnis für die Forderungen der privaten Pflegeanbieter und sagten zu, auch nach der Wahl miteinander im Gespräch zu bleiben.

„Mit dem Format des Grillnachmittages haben wir eine Diskussionsplattform im Freistaat geschaffen, die eine ungezwungene, aber doch sehr direkte Kommunikation mit den zukünftigen Bundestagsabgeordneten ermöglicht. Und das pandemietauglich im Freien“, so Ratzenberger. „Die Politiker haben gespürt, dass es den Pflegeunternehmern wichtig ist, mit ihren Anregungen und natürlich auch ihrer Stimme am Sonntag Einfluss auf die zukünftige Pflegepolitik nehmen zu können.“