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24.10.2017

Pflegevereinigung bringt die zusammen, die mitgestalten wollen

bpa erwartet nach Start der „Vereinigung der Pflegenden“ schnelle Erfolge

Mit der ersten Sitzung des Gründungsausschusses kann die Vereinigung der Pflegenden in Bayern nun aktiv für die beruflich Pflegenden im Freistaat eintreten. „Hier haben sich diejenigen zusammengefunden, die mitgestalten und die Pflege voranbringen wollen“, sagte der bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri.

Die Vereinigung der Pflegenden könne nun wichtige Themen wie die Fort- und Weiterbildung sowie das Image der Pflegeberufe anpacken. „Gerade weil im bayerischen Modell alle Akteure der Pflegebranche beteiligt sind und im Konsens Lösungen finden, wird die Vereinigung echte Veränderungen für Pflegende im Freistaat bewirken können“, ist sich Kasri sicher. „Das Gremium wird schnell arbeitsfähig sein, weil es nicht wie in einigen Bundesländern viel Zeit drauf verwenden muss, Pflegende zu einer Mitgliedschaft in einer Kammer zu zwingen, bevor überhaupt etwas erreicht wurde.“

Kritik äußert der bpa an der anhaltenden Verweigerungshaltung einzelner Berufsverbände. „Damit wird  ein seltsames Verständnis von Selbstorganisation in der Pflege demonstriert“, so der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in München, Joachim Görtz. „Offenbar wollen diese Organisationen eine Interessenvertretung für die Pflegenden in Bayern lieber verhindern, als sich konstruktiv zu beteiligen, nur weil sie die Regeln nicht diktieren dürfen.“ Alle Kritiker sollten die Vereinigung der Pflegenden nun erst einmal arbeiten lassen. „Das Gremium vorab schlechtzureden, nutzt der Pflege überhaupt nicht“, so Görtz.