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30.10.2018

Ärzte verordnen Medikamente, auch im Pflegeheim

bpa weist Vorwürfe gegen Pflegefachkräfte entschieden zurück

Die kürzlich öffentlich erhobenen Andeutungen, Pflegekräfte würden Heimbewohner eigenmächtig mit Psychopharmaka und Antidepressiva ruhigstellen, weist Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), in aller Entschiedenheit zurück: „Behauptungen, Pflegebedürftige würden mit Medikamenten traktiert, um Zeit zu sparen, sind falsch und unsinnig. Die Pflegeheime beziehungsweise deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verordnen keine Medikamente. Das Ausstellen von Rezepten obliegt ausschließlich den Ärzten. In den Heimen wird strikt nach den vorgegebenen Medikationsplänen ausgereicht. Abweichendes wird nicht geduldet“, erklärt Meurer, der selbst drei Pflegeheime betreibt.

Wenn Krankenkassen zum Verordnungsverhalten von Ärzten forschen, sei es unredlich, bei vermuteten Fehlentwicklungen kurzerhand die Pflegeheime zu verdächtigen. Werde zunächst noch verbrämt die Forschungsfrage formuliert, wer die Medikamente wohl verordnet, melde sich sogleich ein Bremer Pharmakologe mit konstruierten Vorwürfen gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeheime. Hier fehle nur noch der Hinweis auf eine notwendige Imagekampagne, so der bpa-Präsident.