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31.10.2018

„Wir haben in der Pflege keine Zeit mehr zu verlieren“

bpa fordert politische Unterstützung, um konkrete Probleme in der Pflege zu lösen

Angesichts der sachsenweit stattfindenden „Pflegedialoge“ unter der Ägide von Staatsministerin Barbara Klepsch fordert der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Dr. Matthias Faensen, schnellstens konkrete Maßnahmen umzusetzen, statt langwierige Austauschrunden abzuhalten: „Wir haben in der Pflege keine Zeit mehr zu verlieren. Angesichts des Bedarfs an zehntausenden zusätzlichen Pflegeheimplätzen und des gravierenden Fachkräftemangels müssen wir uns umgehend für die verstärkte Fachkräftemigration aus Nicht-EU-Staaten, die Erhöhung der Vergütungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Flexibilisierung der starren Fachkraftquote einsetzen.“

 

Die Bitte des bpa an die Sozialministerin, sich in die mühsamen Verhandlungen über höhere Preise für Pflegeleistungen zwischen den Pflegeanbietern und den Kostenträgern einzuschalten, sei unbeantwortet geblieben. Hier sieht Dr. Faensen dringenden Handlungsbedarf: „Ohne höhere Preise können wir die von allen Seiten geforderten höheren Gehälter für Pflegekräfte nicht zahlen; das kann jeder nachvollziehen. Hier sind wir auf politische Unterstützung angewiesen.“