ANSPRUCH PFLEGEN

Aktuelles

08.07.2019

Private Pflegeunternehmen steigern Mitarbeitergehälter weiter

bpa Arbeitgeberverband in Baden-Württemberg beschließt Erhöhung der Entgelttabelle

Mit der Einführung landesweit einheitlicher Arbeitsvertragsrichtlinien haben private Heime und ambulante Pflegedienste die Basis für transparente und attraktive Vergütungen gelegt – jetzt steigen die Mitarbeitergehälter weiter an. Der Arbeitgeberverband des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) beschloss eine Anhebung der Entgelttabelle um durchschnittlich fast vier Prozent. Damit liegen die Gehälter der privaten Pflegeanbieter auf Augenhöhe mit Arbeitsvertragsrichtlinien und Tariflöhnen von Wohlfahrtsverbänden und kirchlichen Trägern.

„Pflegekräfte erbringen eine wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und müssen dafür auch angemessen entlohnt werden. Nachdem wir mit den Arbeitsvertragsrichtlinien gezeigt haben, wie wichtig uns die leistungsgerechte Bezahlung der Pflegenden ist, geht es nun um die Weiterentwicklung der Löhne und Gehälter und deren angemessene Refinanzierung“, sagte der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner.

Die positive Lohnentwicklung zeige auch, wie rückwärtsgewandt die aktuelle politische Diskussion um einen flächendeckenden Tarifvertrag in der Pflege sei. „Löhne und Gehälter steigen sichtbar an – und das mit allen flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und Anreizen, die ein Tarifvertrag eben nicht bieten kann, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege aber enorm wichtig sind.“

Im Gespräch mit den Kassen und Sozialhilfeträgern gehe es nun darum, Lohnsteigerungen auch entsprechend zu finanzieren, kündigte Wiesner an: „Wer sich wie Politik und Kostenträger öffentlich für eine Aufwertung des Pflegeberufes ausspricht, muss Farbe bekennen und darf sich nicht der Verantwortung entziehen.“