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11.11.2019

Minister Klose: Bei der Fachkräftesicherung Schwerpunkt auf soziale Berufe legen

bpa fordert beschleunigte Einwanderung sowie Anerkennung internationaler Pflegefachkräfte und sagt Jobs zu

Die hessische Landesregierung will bei der Gewinnung von Fachkräften in dieser Legislaturperiode einen Schwerpunkt auf die sozialen Berufe legen. Das kündigte der hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose beim 8. Hessischen Fachkongress Pflege des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) an. „Wir haben es in manchen Bereichen mit erheblichen Fachkräfteengpässen zu tun. Dadurch erhöht sich natürlich der Druck auf die Unternehmen und die Politik ganz erheblich. Gerade die Anerkennung internationaler Fachkräfte wird in Zukunft noch wichtiger werden“, sagte Klose vor über 200 Gästen in Bad Homburg.

Der neu gewählte bpa-Landesvorsitzende Ralf Geisel sagte berufliche Perspektiven für zugewanderte Pflegekräfte zu. „Wenn Sie die Strukturen schaffen, um Pflegekräfte schnell zu uns nach Hessen zu holen, dann haben wir in unseren Unternehmen die attraktiven Jobs, um diese Menschen bei uns zu halten“, sagte Geisel im Gespräch mit dem Minister.

Klose hatte zuvor die Bedeutung der privaten Unternehmen bei der Versorgung einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen betont. „Insbesondere privaten Pflegeunternehmen, die heute schon mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen versorgen, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Das private Unternehmertum in der Pflege pauschal zur Debatte zu stellen, ergibt also überhaupt keinen Sinn.“

bpa-Präsident Bernd Meurer betonte in seinem politischen Statement die dringende Notwendigkeit, dass auch der für die Botschaften zuständige Bundesaußenminister Heiko Maaß endlich seine Hausaufgaben macht: „Wir begrüßen sehr, dass die hessische Landesregierung die Strukturen für schnelle Anerkennungsverfahren und gute Integration im Land schafft. Wenn die Fachkräfte aber dann teilweise erst nach einem Jahr in den Botschaften ein Arbeitsvisum bekommen, während wir im weltweiten Wettbewerb mit anderen Anwerbeländern stehen, wird jeder gute Ansatz zunichtegemacht.“

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