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20.01.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Rasanter Anstieg der Beschäftigtenzahl in der Altenpflege

bpa sieht dennoch weiterhin Versorgungslücken und fordert Umdenken beim Personaleinsatz

In den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege in Mecklenburg-Vorpommern um fast 25 Prozent, während die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in der Gesamtwirtschaft im selben Zeitraum lediglich um 5,3 Prozent stieg. Darauf weist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) auf Basis aktueller länderbezogener Daten der Bundesagentur für Arbeit hin. In der ambulanten und stationären Pflege sind in Mecklenburg-Vorpommern heute gut 15.000 Altenpflegefachkräfte und Pflegehelfer tätig, während es vor fünf Jahren noch etwas mehr als 12.000 waren.

„Die Pflege zieht immer mehr Menschen in dieses spannende Arbeitsfeld und schafft im Rekordtempo Jobs und Ausbildungsstellen“, sagt der bpa-Landesvorsitzende Michael Händel. Die Nachfrage wachse aber gleichzeitig weiter: „Das ist ein Riesenerfolg und eine noch größere Herausforderung für die Zukunft der Versorgung unserer pflegebedürftigen Mitbürger. Um die pflegerische Versorgung zu sichern, müssen wir über die Gewinnung neuer und den Verbleib vorhandener Pflegekräfte sowie über bereits ergriffene und nötige gesetzliche Maßnahmen diskutieren – unter anderem auch darüber, wie die knappen Personalressourcen in der Pflege am besten eingesetzt werden können.“

Deshalb tauschen sich am 21. Januar 2020 rund 600 Vertreterinnen und Vertreter von Pflegeunternehmen bei der bpa-Qualitätskonferenz in Linstow unter anderem über neue Konzepte für die Versorgung einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen aus.