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09.12.2020

Besuche in Pflegeheimen: „Mit Augenmaß die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen“

bpa bittet Angehörige um Sorgfalt für den Schutz von Bewohnerinnen und Bewohnern

Die Pflegeheime in Niedersachsen bereiten sich darauf vor, Besuche von Angehörigen auch an den Weihnachtstagen zu ermöglichen. Das betont die niedersächsische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Ricarda Hasch: „Die Häuser sind seit Monaten geübt in der Umsetzung von Hygienekonzepten. Um Besuchsmöglichkeiten zu erhalten, brauchen wir die enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen.“

Sie fügt hinzu: „Niemand wird erwarten, dass wir mit Mitarbeitenden in Quarantäne gleichzeitig die pflegebedürftigen Menschen gut versorgen, reihenweise Schnelltests durchführen und auf Stand-by stehen, um zusätzliche Besucher jederzeit zu testen.“ Nebenher solle dann auch noch bei den angedachten Schulschließungen die Kinderbetreuung der Mitarbeitenden gesichert werden. Notwendig sei es, die Zahl der möglichen Besucherinnen und Besucher im Voraus gut planen zu können. „Der Gesundheitsschutz für Bewohner und Pflegende muss auch an den Feiertagen in jedem Fall vorgehen“, so Hasch.

Schon jetzt sollten sich Angehörige mit den Pflegeeinrichtungen in Verbindung setzen, um die jeweils aktuellen Besuchsmöglichkeiten zu erfragen und Zeiten abzustimmen. „Wir alle müssen noch einmal die Zähne zusammenbeißen. Mit den Impfungen, gerade auch in Pflegeeinrichtungen, wird im nächsten Jahr der Alltag Stück für Stück zurückkehren, auch wenn die sogenannten AHA-L-Regeln sicher noch lange wichtig bleiben werden“, prognostiziert die bpa-Landesvorsitzende.

Von der Landesregierung fordert Hasch, den Pflegeeinrichtungen bei der Durchsetzung der individuellen Besuchs- und Hygienekonzepte den Rücken zu stärken. „Wenn wir alle mit Augenmaß die vorhandenen Möglichkeiten verantwortungsbewusst nutzen, können unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit Angehörigen zusammentreffen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Das muss unser gemeinsames Ziel sein“, so Ricarda Hasch abschließend.