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18.12.2020

Pflegebranche sucht dringend Helfer zur Durchführung von Coronatests

bpa bittet Freiwillige, Pflegedienste und Heime bei den Coronatests zu unterstützen

Bürgerinnen und Bürger, die während des aktuellen Shutdowns freie Zeitkapazitäten haben und über medizinisch-pflegerische Kenntnisse verfügen, können ambulante Pflegedienste und Heime bei den notwendigen Schnelltests unterstützen. Das schlägt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in Niedersachsen vor. „Die Schnelltests geben Pflegenden und Bewohnern Sicherheit, stellen aber auch eine zusätzliche Belastung im Arbeitsalltag dar“, sagt die bpa-Landesvorsitzende Ricarda Hasch. „Wer also seine Geschenke eingepackt, Weihnachtsplätzchen gebacken hat und über die entsprechenden Kenntnisse verfügt, ist herzlich eingeladen, uns zu helfen“, so Hasch. Eine für die Testentnahme erforderliche professionelle Einweisung werde durch die Einrichtungen sichergestellt.

Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, mit mehrfach wöchentlich durchgeführten Schnelltests den Gesundheitsschutz für Pflegende und Senioren zu erhöhen. Der bpa hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach personelle Unterstützung durch angeleitete Dienstleister, die Bundeswehr oder MDK-Prüfer gefordert. „Wir können aber tatsächlich jede helfende Hand gebrauchen. Die Schnelltests erhöhen deutlich die Sicherheit unserer Bewohner, Patienten und Mitarbeiter. Zudem nimmt man uns damit ein Stück weit die große Sorge, unwissentlich ein Virus in sich zu tragen“, erklärt Hasch. „Die Abstriche und die Auswertung der Tests kosten aber auch Zeit, die wir neben der täglichen Pflege, den Hygienemaßnahmen und der Organisation von Besuchen kaum haben.“

Die niedersächsische bpa-Landesvorsitzende ruft deshalb Bürgerinnen und Bürger mit freien Zeitressourcen und medizinisch-pflegerischen Vorkenntnissen dazu auf, sich bei ambulanten Pflegediensten oder Heimen in der Region zu melden und ihre Unterstützung anzubieten. Auch die bpa-Landesgeschäftsstelle in Hannover stellt gern einen Kontakt zu Pflegeunternehmen her, die aktuell Unterstützung benötigen.

„Mit einer solchen Hilfe können wir das Leben unserer Bewohner, Patienten und Mitarbeiter nochmals sicherer machen, bis der lang ersehnte Impfstoff endlich zur Verfügung steht“, erklärt Hasch, die sich schon jetzt im Voraus herzlich bei allen zukünftigen Helfenden bedankt.