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27.07.2021 /  ST

Kostenerstattungsverfahren Corona-Schnelltests für die Pflege

Festlegungen und Antragsunterlagen zur Abrechnung der Schnelltests in Pflegeeinrichtungen.

Durch Aktualisierungen der Coronavirus-Testverordnung seit Oktober 2020 wurde insbesondere die zur Verfügung stehende Testmenge für ambulante Dienste erhöht. Ambulante Pflegedienste und Angebote zur Unterstützung im Alltag können bis zu 20 Tests und teilstationäre und vollstationäre Pflegeeinrichtungen bis zu 30 Tests im Monat je versorgter Person refinanzieren. Seit 08.03.2021 können ambulante Intensivpflegedienste ebenfalls 30 Tests je Patient abrechnen. Seit Februar 2021 kann stets die jeweils entsprechend der Coronavirus-Testverordnung geltende Höchstmenge abgerechnet werden. Ab dem 01.04.2021 bis 30.06.2021 werden Beschaffungskosten in Höhe von bis zu 6 Euro pro PoC-Antigen-Test refinanziert. Bis dahin lag der Betrag bei 9 Euro. 

Seit 27.07.2021 sind die aktualisierten Kostenerstattungs-Festlegungen zur Coronavirus-Testverordnung in Kraft getreten. Der zum 01.07.2021 eingeführte Rechtsanspruch auf die Testung mittels überwachten Selbsttest zur Eigenanwendung („Selbsttest“) wird nun auch in der Kostenerstattung abgebildet. Damit können Pflegeeinrichtungen rückwirkend seit Juli 2021 Selbsttests anbieten und abrechnen. Voraussetzung ist, dass sie die Anwendung vor Ort überwachen und es sich um einen Test handelt, der auf der entsprechenden Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (http://www.bfarm.de/antigentests) gelistet ist.

Beschäftigte können zudem Antigen-Tests ohne Überwachung durch Dritte bei sich selbst durchführen. Dies kann außerhalb der Arbeitszeiten und unabhängig von Testeinrichtungen am Arbeitsplatz, z.B. zu Hause vor Arbeitsantritt erfolgen. In diesen Fällen darf jedoch kein Zeugnis über das Nichtvorliegen einer Corona-Infektion ausgestellt werden.

Seit dem 01.07.2021 gelten neue Beträge für die Sachkostenerstattungen der von den Einrichtungen beschafften Tests. Für PoC-Antigentests sowie für Antigen-Tests zur Eigenanwendung wird künftig eine Pauschale von 3,50 Euro je Test gezahlt. Die Pauschale für die Durchführungskosten der PoC-Antigen-Tests wurde um einen Euro gesenkt auf 8 Euro. Für überwachte Selbsttests beträgt die Pauschale 5 Euro. Selbsttests, die von den Beschäftigten ohne Aufsicht durchgeführt werden, sind im Hinblick auf die Durchführungskosten nicht erstattungsfähig.

Anders als die Coronavirus-Testverordnung ist die Festlegung zunächst bis 30.09.2021 befristet. Dies bedeutet auch, dass sich die maximal erstattungsfähige Menge an Tests ebenfalls anhand dieses Zeitraums bemisst. Das heißt, dass bei der Beantragung der Erstattung der Sachkosten zunächst nur Mengen in einer Höhe geltend gemacht werden können, die einer Einrichtung bis zum 30.09.2021 zusteht. Selbsttests werden auf die für die Einrichtungen zur Verfügung stehenden Kontingente angerechnet und gelten nicht zusätzlich.

Die Coronavirus-Testverordnung Stand 24.06.2021 finden Sie hier (Link).

Für die Beantragung existieren die folgenden Dokumente: 

die Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes zum Kostenerstattungsverfahren vom 14.07.2021 (Link)

Fragen und Antworten zum Erstattungsverfahren (FAQ) vom 27.07.2021 (Link)

das aktuelle Antragsformular vom 27.07.2021 zur Erstattung von  Aufwendungen der Coronavirus-Testverordnung (Link)

Liste der für Pflegeeinrichtungen zuständigen Kassen (Link)

Für Angebote zur Unterstützung im Alltag (Betreuungdienste) sind regional zugeordnete Kassen zuständig. Die Zuordnung finden Sie hier (Link).