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16.07.2021 /  NW

Abrechnung mit kassenärztlicher Vereinigung - wichtige Mitteilung!

Corona-Update EGH

Mit der am 01.07.2021 angepassten Bundes-Testverordnung (TestVO) haben sich weitreichende Veränderungen bei der Abrechnung und Dokumentation der Durchführungs- und Sachkosten über die Portale der kassenärztlichen Vereinigungen ergeben. Bitte beachten Sie die Hinweise der angehängten bpa-Arbeitshilfe, damit Sie weiterhin Ihre Leistungen abrechnen können und es im Falle einer Plausibilitätsprüfung nicht zu einer Rückzahlungsforderung kommt. Auch wenn der Gesetzgeber sicherlich nicht gewollt hat, dass die Folgen dieser gesetzlichen Änderungen sich derart auf die Eingliederungshilfe auswirken, bitte wir Sie dringend um Beachtung der neuen Regelungen. 

Bereits im Corona-Update am 29.06.2021 haben wir Ihnen erste Informationen zukommen lassen. Nachfolgend finden Sie zusammenfassend die wichtigsten Informationen zu den neuen Regelungen.

  • Sachkostenerstattung

Stationäre und ambulante Anbieter haben Anspruch auf 30 Schnelltests oder Selbsttests pro betreuter Person. Seit dem 01.07.2021 werden für Schnelltests und Selbsttests max. 3,50 € als Sachkostenerstattung gezahlt. Für Schnelltests, die bis zum 31.06.2021 beschafft wurden, gelten die bis dahin festgelegten Abrechnungspreise (max. 6,00 € pro Schnelltest).

  • Personalkostenerstattung

Es werden seit dem 01.07.2021 für die Durchführung von Schnelltests 8,00 € vergütet. Für überwachte Selbsttest werden 5,00 € vergütet. Für Selbsttest, die ohne Aufsicht durchgeführt werden, gibt es keine Personalkostenerstattung. Personalkosten für durchgeführte Schnelltest bis zum 31.06.2021 werden zu den alten Abrechnungspreisen erstattet (9,00 €).

  • Auftrags- und Leistungsdokumentation

Es ist nicht mehr möglich, für alle Einrichtungen eines Leistungserbringers Sammelabrechnungen einzureichen. Für jeden Einrichtungsstandort müssen separate Abrechnungen erfolgen und sind zusätzlich die Vorgaben zur Auftrags- und Leistungsdokumentation zu beachten. WICHTIG: Die erforderlichen Unterlagen müssen bis zum 31.12.2024 aufbewahrt werden. Aufzubewahren sind:

  • Einrichtungsspezifisches Testkonzept
  • Unterschrift der durchführenden Person
  • Kaufvertrag/Rechnung für Sachkostenabrechnung von Schnelltest/begleitenden Selbsttests
  • Zu notierende Angaben bei durchgeführten Testungen: Vorname, Name, Geburtsdatum, Anschrift der Getesteten, Art der Leistung, Testgrund, Datum und Uhrzeit, Ergebnis, Mitteilungsweg des Ergebnisses
  • Notieren der individuellen TEST-ID (Bei Schnelltest und Selbsttests)
  • Bei positivem Ergebnis der Nachweis der Meldung an das Gesundheitsamt
  • Schriftliche oder elektronische Bestätigung der Getesteten (oder der gesetzlichen Vertreter) zu jedem durchgeführten oder begleiteten Test
  • Plausibilitätsprüfung

Die kassenärztlichen Vereinigungen sind gesetzlich dazu verpflichtet, stichprobenartige Plausibilitätsprüfungen durchzuführen. Aus diesem Grund ist es für Sie als Leistungserbringer der Eingliederungshilfe wichtig, die neuen Regelungen zu beachten. Auf Verlangen der kassenärztlichen Vereinigungen, können diese alle Unterlagen der Auftrags- und Leistungsdokumentation einsehen und prüfen. Wird im Rahmen der Überprüfung festgestellt, dass Leistungen zu Unrecht gewährt wurden, sind diese vom Leistungserbringer zurückzufordern.

Wir werden Sie bei weiteren Änderungen zeitnah auf dem Laufenden halten.