ANSPRUCH PFLEGEN

Aus den Landesgruppen

26.11.2018 /  NW

Gesetz zur Umsetzung der Pflegeberufereform in Nordrhein-WestfaIen

bpa als einer von vier Sachverständigenorganisationen im Land zur Anhörung eingeladen

Der Gesetzentwurf zur Umsetzung der Pflegeberufereform in Nordrhein-Westfalen wurde vom Plenum zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie zur Mitberatung an den Wissenschaftsausschuss weitergeleitet. Der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales hatte beschlossen, zu diesem Beratungsgegenstand eine Anhörung durchzuführen.

Auf Vorschlag der Fraktionen und der Vorsitzenden des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Frau Abgeordnete Heike Gebhard, wurde der bpa als einer von vier Sachverständigenorganisationen zu dieser Anhörung am 21. November 2018 in den Landtag Nordrhein-Westfalen eingeladen. Im Vorfeld hatte der bpa in einer Stellungnahme seine Position zum Gesetzesentwurf dargestellt und diese auch in der Verbändeanhörung deutlich vertreten.

Der bpa tritt vor allem für eine angemessene Übergangsregelung für Lehrkräfte an den Pflegeschulen ein. Seit Einführung der Altenpflegeumlage im Jahr 2012 verzeichnet die Altenpflegeausbildung einen beispiellosen Erfolg. Die Ausbildungszahlen haben sich fast verdoppelt und damit sind auch die Platzkapazitäten an den Fachseminaren deutlich gestiegen. Alleine der bpa hat durch den Ausbau seiner apm gGmbH die Platzkapazitäten auf knapp 1.400 erweitert und bildet entsprechend viele Fachkräfte aus und dies mit bestätigter Qualität mit den vorhandenen Betriebsstrukturen. Zu diesen Betriebsstrukturen zählt auch der aktuelle Personalmix der Lehrkräfte. Der  Gesetzesentwurf sieht nun vor, einen Anteil von 70% Masterabschlüsse der Lehrkräfte zu fordern, wobei derzeit gerade einmal 30% der derzeit tätigen Lehrkräfte über einen solchen Masterabschluss verfügen. Der bpa sieht hierfür keinen nachvollziehbaren Grund und hält dies für eine unerfüllbare Anforderung, da es diese Pflegepädagogen derzeit nicht gibt und auch die Hochschulen in NRW nicht ausreichende Studienplätze bieten.

Damit diese im Gesetzesentwurf vorgesehenen Änderungen nicht zu einem massiven Abbau von Pflegeschulplätzen führen, fordert der bpa in seiner Stellungnahme und in der Anhörung u.a. zunächst einen Ausbau der Kapazitäten von Studienplätzen für Pflegepädagogen, bevor die Anforderungen an die Lehrenden dann sukzessive nach oben "geschraubt" werden können.

v.l.n.r. Frau Abgeordnete Heike Gebhard, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales; Christine Strobel, bpa Landesbeauftragte; Helga Nattebrede, Geschäftsführung apm gGmbH