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17.01.2020 /  SH

Trotz rasantem Jobzuwachs in der Pflege: Versorgungslücke besteht weiter

bpa fordert zusätzliche Anstrengungen zur Sicherung der Versorgung Pflegebedürftiger

Pressemitteilung bpa Schleswig-Holstein vom 17.01.2020:

Mit einem Zuwachs von 3.210 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in nur fünf Jahren hat die Altenpflege in Schleswig-Holstein ihre Rolle als Jobmotor erneut bekräftigt. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) ausgewertet hat.
„Die Zahl der Altenpflegefachkräfte und Altenpflegehelfer ist zwischen 2014 und 2019 um mehr als 18 Prozent angestiegen. Unternehmen und Träger haben tausende neue Jobs geschaffen und diese auch mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt“, rechnet der schleswig-holsteinische bpa-Landesvorsitzende Mathias Steinbuck vor. In der Wirtschaft insgesamt wuchs die Zahl der Stellen im gleichen Zeitraum landesweit nur um 11,5 Prozent.
„Unternehmen schaffen am laufenden Band Arbeitsplätze und immer mehr Menschen entscheiden sich für die interessante Arbeit in der Pflege. Damit liefert die Altenpflege gleich zwei gute Nachrichten“, so Steinbuck. Trotzdem reiche der Zuwachs leider nicht aus, warnt der bpa-Landesvorsitzende mit Blick auf die durch seinen Verband ermittelten Versorgungslücken in Schleswig-Holstein.
„Pflegebedürftige und ihre Familien warten teils wochenlang auf einen Heimplatz oder die Versorgung durch einen ambulanten Dienst. Die Nachfrage wächst durch die alternde Bevölkerung noch viel schneller, als unsere Mitgliedsunternehmen ausbilden und einstellen können.“
Der bpa fordert deshalb weniger Hürden für die Zuwanderung von internationalen Fachkräften sowie einen Neuzuschnitt der Aufgabenverteilung zwischen Fach- und Hilfskräften.