ANSPRUCH PFLEGEN

Aus den Landesgruppen

21.01.2020 /  TH

Neujahrsempfang der Landesgruppe

Kurz vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen für die neue Thüringer Landesregierung lud der bpa Thüringen am 9. Januar zu seinem traditionellen Neujahrsempfang in Erfurt ein. Vor zahlreichen Gästen von Mitgliedsorganisationen, Kassen, Krankenhäusern, Sozialministerium und Landtagsfraktionen stellte Margit Benkenstein, Vorsitzende des bpa Thüringen und Vizepräsidentin des Bundesverbandes, die unternehmerische Freiheit und die wichtige Rolle, die die privaten Pflegeanbieter in Thüringen spielen, in den Mittelpunkt ihrer Begrüßung. Statt weiterer Regulierungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen forderte sie unbürokratische Lösungen bei der Zuwanderung von Pflegekräften und mehr Gestaltungsfreiheiten beim Personaleinsatz. Benkenstein dankte der Landesregierung und den beteiligten Kassen, die den Weg der AVR mitgegangen seien, an denen sich bereits rund 60 Prozent der Thüringer Mitgliedsunternehmen beteiligten. Als weiteren Schwerpunkt bezeichnete sie die Gesundheitsförderung der Beschäftigten. Der bpa werde seinen Mitgliedseinrichtungen bei der Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements beratend zur Seite stehen.

In seinem Gastvortrag skizzierte der neu gewählte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitische Sprecher der CDU, Dr. Thadäus König, seine Vorstellungen von guter Pflege für Thüringen. Der CDU kommt als Oppositionspartei eine besondere Rolle zu, da die rot-rot-grüne Landesregierung als Minderheitsregierung von Fall zu Fall auf die Unterstützung von CDU und FDP angewiesen ist. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bezeichnete König die Einführung der Generalistik und die vereinfachte Zuwanderung generell als Chance. Er plädierte für intensive Verhandlungen mit den kommunalen Gebietskörperschaften, vor allem bezüglich Bürokratieabbau und Umgang mit Pflegebedürftigen, die von Grundsicherung abhängig sind. Von der Landesregierung erwartet König mehr Investitionen in Pflegeeinrichtungen, eine Senkung der Auslastungsgrenzen der Kurzzeitpflege und mehr Personal im Landesverwaltungsamt, um die Anerkennung ausländischer Fachkräfte zu beschleunigen.

Bundesgeschäftsführer Herbert Mauel verwies mit Blick auf die gesamtdeutsche Lage darauf, dass trotz der Schaffung von 100.000 neuen Stellen in nur drei Jahren, weiterhin Fachkräftemangel bestehe. Mauel forderte eine ehrliche Diskussion, zu der auch die Debatte über zu starre Fachkraftquoten gehörte. Das Wichtigste bleibe die Versorgungssicherheit der Pflegebedürftigen.

Margit Benkenstein, bpa Landesgruppenvorsitzende

Dr. Thadäus König, Gesundheitspolitischer Sprecher CDU, MDL

Margit Benkenstein, Herbert Mauel und Dr. Thadäus König

bpa Geschäftsführer Herbert Mauel informiert zur aktuellen Situation

Blick auf das kalt-warme Buffet

Christian Stadali und Thomas Engemann