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Aus den Landesgruppen

25.03.2020 /  NW

Schutzmaterialien in NRW - Licht am Horizont

Ein aktueller Erlass des Ministeriums liegt vor

Fehlendes Schutzmaterial ist aktuell das größte Problem bundesweit – vor allem in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe!

Nun gibt es zumindest einen ersten Hoffnungsschimmer: Das NRW-Gesundheitsministerium hat uns soeben einen Erlass zur Verfügung gestellt, in dem mitgeteilt wird, dass Schutzmaterialien durch das Land in großem Umfang bestellt wurden, deren Lieferung in den nächsten Tagen und Wochen erwartet wird. In einer ersten Lieferung geht es wohl um mehrere hunderttausend FFP2-Schutzmasken, die dringend für die Versorgung bereits infizierter Personen benötigt werden.

In vielen Telefonaten in der letzten Woche mit dem zuständigen Ministerium konnten wir erreichen, dass auch die Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe in den Verteilerkreis aufgenommen werden. In der öffentlichen Berichterstattung wurde ja häufig auf den Krankenhausbereich und die niedergelassene ärztliche Versorgung abgehoben.

Die Verteilung der Schutzmaterialien, die über das Land bzw. Gesundheitsministerium bestellt wurden/werden, erfolgt über die 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW, die nun in Eigenregie schnellstmöglich entsprechende Verteilstrukturen aufbauen sollen. Wo auch immer wir als größer Trägerverband bei der Feststellung der konkreten Bedarfe helfen oder sonst wie unterstützen können, werden wir dies tun. Konkrete Einzelheiten werden aber in den nächsten Tagen noch folgen und wir informieren Sie dann umgehend!

Übrigens… einfache, waschbare Mund-Nase-Schutzmasken können in Ermangelung anderer Alternativen auch selbst genäht werden. Das klingt seltsam und etwas skurril, aber ist sicher besser als kein Mund-Nase-Schutz. Wir haben Rückmeldungen von Mitgliedern, die dies erfolgreich und in bemerkenswerter Stückzahl gemacht haben; daher hier die entsprechende Nähanleitung für alle Interessierten.

Selbstverständlich bleiben wir nachdrücklich am Ball, um zeitnah  eine Entspannung bei diesem großen Problem zu erreichen und das heißt ganz konkret: ausreichend zertifizierte Schutzmaterialien in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe zum größtmöglichen Schutz der Kunden/Klienten und aller Mitarbeitenden in den Einrichtungen!