ANSPRUCH PFLEGEN

Projekt zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation – das Strukturmodell

Aktuelles

In der Pflege wurden in jüngster Vergangenheit zahlreiche Neuerungen eingeführt. Vor allem der 2017 geänderte Pflegebedürftigkeitsbegriff mit dem damit verbundenen neu ausgerichteten Pflegeverständnis hat zu einem Perspektivwechsel geführt, den es in der ambulanten, teilstationären und vollstationären Pflege umzusetzen gilt. Darauf aufbauend erfolgt die Neuausrichtung der Qualitätsprüfungen in der Pflege und seit 2020 wird auch die neue Pflegeausbildung durchgeführt. All diese Neuerungen stehen im Zusammenhang mit dem Strukturmodell, welches den Einrichtungen hilft, die zahlreichen Reformen und Neuerungen umzusetzen.

Um das Strukturmodell und dessen Einbettung in die Neuregelungen verständlich und ansprechend darzustellen, hat das Lenkungsgremium auf Bundesebene beschlossen, Erklärfilme produzieren zu lassen, die vom Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung gefördert wurden.

Es wurden drei Erklärfilme erstellt, die Sie hier abrufen können:

1. Die Neuausrichtung der Pflege und das Strukturmodell
2. Dokumentieren mit dem Strukturmodell – das Konzept für die Langzeitpflege
3. Die neue Pflegeausbildung und das Strukturmodell

EinSTEP

EinSTEP, die Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, ist eine Initiative zur Neuausrichtung der Dokumentationspraxis in der ambulanten, teilstationären und stationären Langzeitpflege.

Die Initiative zur Neuausrichtung der Dokumentationspraxis ist eine der größten bundespolitischen Aktionen zur Entbürokratisierung der Pflege. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungs- und Kostenträgern auf Bundes- und Landesebene und deren Verbänden, den Prüfinstanzen sowie den Ländern.

2017 wurde die Verantwortung für das Projekt EinSTEP an die Trägerverbände der Pflege auf Bundesebene übergeben, die das EinSTEP-System, welches mittlerweile erfolgreich in weit über 70 Prozent der Pflegeeinrichtungen in Deutschland eingesetzt wird, gemeinsam steuern. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung und das Bundesgesundheitsministerium sind die Schirmherren.

Seit Mai 2019 obliegt die Leitung des Projektbüros EinSTEP dem bpa. Nähere Informationen zu EinSTEP finden Sie unter www.ein-step.de.

Schulungen für Einrichtungen

Der bpa bietet bundesweit Schulungen zum Strukturmodell für ambulante Pflegedienste, Tagespflegen, Kurzzeitpflegen und vollstationäre Pflegeeinrichtungen an. Die Schulungstermine und Schulungsorte werden über die zuständige bpa-Landesgeschäftsstelle bekannt gegeben. Ein Schulungsblock besteht aus zwei zusammenhängenden ganztägigen Schulungstagen sowie drei halbtägigen Reflexionstreffen. Das erste Reflexionstreffen findet circa zwei bis vier Wochen nach der Schulung statt und die beiden weiteren Termine dann jeweils im Abstand von circa vier bis sechs Wochen. Hier werden eventuell auftretende Fragen zur Umsetzung mit dem zuständigen Referenten besprochen, diskutiert und einer Lösung zugeführt.

Die zweitägige Schulung und die drei Reflexionstermine stellen eine Gesamteinheit dar, die Teilnahme an allen fünf Terminen ist nach Anmeldung verbindlich. Um einen praxisnahen Wissenstransfer und einen Austausch unter den Teilnehmern zu ermöglichen, finden die Schulungen mit maximal 15 Teilnehmern statt.

Ansprechpartner

In jeder bpa-Landesgeschäftsstelle gibt es einen für das Strukturmodell zuständigen Koordinator/eine für das Projekt zuständige Koordinatorin. Einrichtungen, die sich für die Anwendung und Umsetzung des Strukturmodells interessieren, werden gebeten, sich mit der zuständigen bpa-Landesgeschäftsstelle in Verbindung zu setzen.