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23.01.2023

Statistik: Private Pflegedienste sichern die ambulante Pflege in Bayern

bpa hebt zentrale Rolle der privaten Pflegedienste in Bayern hervor und fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Private Pflegeunternehmen sind zunehmend das Rückgrat der ambulanten Versorgung in Bayern. Das zeigen aktuelle Zahlen des statistischen Landesamtes zur Pflege.

"Es gibt im Vergleich zu vor zwei Jahren erneut eine gestiegene Zahl ambulanter Pflegedienste, die ihrerseits mehr Personen beschäftigen und auch mehr Patienten versorgen. Bei den Wohlfahrtsverbänden ist die Entwicklung umgekehrt und die Zahlen sinken", sagt die stellvertretende bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bettina Plettl. "Das zeigt, wie sehr die privaten Anbieter in die Versorgung einer massiv steigenden Zahl von Pflegebedürftigen investieren."

Seit dem Jahr 2005 ist die Zahl privater Pflegedienste doppelt so schnell gestiegen wie die Zahl der Dienste insgesamt. Die privaten Anbieter stellen inzwischen zwei Drittel der ambulanten Dienste, während die Wohlfahrtsverbände nur noch für ein Drittel verantwortlich sind. Dennoch versorgen die freigemeinnützigen Verbände noch immer mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen. Die Privaten holen auf - ihr Anteil an den versorgten Pflegebedürftigen stieg im beschriebenen Zeitraum um 182 Prozent.

"Die privaten Dienste sind im Gegensatz zu den Wohlfahrtsdiensten und den öffentlichen Trägern kleiner, zumeist als Familienunternehmen aufgestellt. Sie sind im örtlichen Gemeinwesen präsent und verankert, haften mit ihrem Ruf und Geld. Die privaten Pflegedienste sind flächendeckend in Bayern unterwegs und versorgen Pflegebedürftige insbesondere auch außerhalb der Ballungsräume. Dabei beschäftigen sie im Verhältnis zu den versorgten Menschen auch mehr Mitarbeitende", beschreibt Plettl die aktuelle Situation.

Der Leiter der bayerischen bpa-Landesgeschäftsstelle Joachim Görtz sendet eine klare Forderung: "Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in Bayern ist auch die Aufgabe der Gemeinden. Deshalb sollten diese die ambulanten Pflegedienste und damit auch die Pflegebedürftigen durch eine Förderung der Investitionskosten viel stärker entlasten".

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