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07.02.2024

Einwanderung von Pflegekräften: Neun Bundesländer machen es besser als Niedersachsen

bpa fordert Einrichtung einer landesweit zentralen Ausländerbehörde zur schnelleren Fachkräfteeinwanderung

Niedersachsen gerät bei der Einwanderung internationaler Fachkräfte ins Hintertreffen. Das befürchtet der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). Anders als in neun anderen Bundesländern liegen die ausländerrechtlichen Verfahren hier weiterhin in der Hand unzähliger kommunaler Behörden.

„Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sieht eine zentrale Ausländerbehörde zur schnelleren und einheitlichen Abwicklung der Einwanderungsformalitäten vor, die aber in Niedersachsen noch nicht eingerichtet wurde“, kritisiert die bpa-Landesvorsitzende Ricarda Hasch. „Damit bleiben die Hürden für internationale Pflegekräfte und die bürokratischen Anforderungen an die Arbeitgeber hoch.“

Auch der Normenkontrollrat als Beratungsgremium der Bundesregierung für Entbürokratisierung hatte kürzlich bekräftigt, ein sogenanntes „One Stop Shop“-Verfahren sorge für eine bessere Bündelung und gezieltere Koordinierung zwischen den vielen unterschiedlichen für die Berufsanerkennung zuständigen Stellen und vereinfache das Verfahren.

„Unser Bundesland braucht tausende Pflegekräfte aus dem Ausland, um die Versorgung zu sichern. Die Landesregierung muss alle Maßnahmen ergreifen, um diese Zuwanderung zu vereinfachen. Wir brauchen eine beschleunigten Anerkennung, die bei entsprechend ausgebildeten Pflegekräften aus dem Ausland zunächst generell eine Eignung unterstellt, ebenso wie eine zentrale ausländerrechtliche Anlaufstelle“, so Hasch. „Was in so vielen anderen Bundesländern gut funktioniert muss endlich auch in Niedersachsen umgesetzt werden.“

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