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Pressemitteilungen

03.06.2016

Pflegerinnen und Pfleger und Heime machen einen guten Job

bpa zu „Recherchen“ einer Tageszeitung, eines Fernsehsenders und eines Recherchezentrums

Zu den heutigen Meldungen über Beanstandungen in Pflegeheimen erklärt bpa-Präsident Bernd Meurer:

„Einziges Ziel dieser ‚Recherche‘ ist es, einen ganzen Berufsstand und dessen Arbeit durch willkürlich ausgewählte Kriterien, die auch noch aus dem Zusammenhang gerissen sind, an den öffentlichen Pranger zu stellen. So eine würdelose Behandlung durch eine auf Skandalisierung sowie Quote und Auflage abzielende Berichterstattung haben die Kolleginnen und Kollegen in den Pflegeheimen nicht verdient. Ganz im Gegenteil. Pflegerinnen und Pfleger und Heime machen einen guten Job.

Wenn jetzt ‚Hinz und Kunz‘ ohne fachliche Eignung beginnen, eigene Kriterien für die Bewertung von Pflegeheimen festzulegen und damit unsachliche Zerrbilder in der Öffentlichkeit zu zeichnen, ist das kein Gewinn für unsere Gesellschaft. Denn Pflegebedürftige und Angehörige werden durch die Flut der Desinformation verunsichert und es wird immer schwerer werden, Menschen für Berufe in der Pflege zu gewinnen.

Missstände müssen benannt werden. Das ist gut und richtig. Darauf ist diese Berichterstattung aber nicht aus. Sie ist weder differenziert noch ausgewogen.

Pflegenoten können und sollen den persönlichen Eindruck nicht ersetzen. Sie erfassen aber alle relevanten Themen. Die Pflegenoten sind für alle Heime und Dienste kostenlos im Internet einsehbar und geben Hinweise darauf, welche Bereiche genauer hinterfragt werden sollten. Bei der Auswahl einer stationären Einrichtung oder eines ambulanten Dienstes sind die Pflegenoten kein Allheilmittel. Von Beginn an wurde auch von uns darauf hingewiesen, dass z.B. die Auswahl eines geeigneten Pflegeheims immer damit verbunden sein soll, dass ich mir als Betroffener und auch als Angehöriger ein persönliches Bild vor Ort mache.“

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