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Pressemitteilungen

10.01.2019

„Kammergründung darf die wirklichen Baustellen in der Pflege nicht verdecken“

Politik und Sozialleistungsträger bleiben in der Verantwortung

Zum aktuell bekanntgegebenen Ergebnis der Befragung von Pflegekräften in Nordrhein-Westfalen zur Einrichtung einer Interessenvertretung sagt die stellvertretende Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Anne Egidy: „Die Errichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen darf die wirklichen Baustellen in der Pflege nicht verdecken. Die Kammer, finanziert durch die Pflegekräfte, kann keines der drängenden Probleme, unter denen Pflegende in ihrem Alltag leiden, lindern oder gar lösen. Beim Kampf um die Sicherstellung der Versorgung, gegen den Fachkräftemangel und die daraus resultierende Arbeitsverdichtung liegt die Verantwortung bei den Sozialleistungsträgern und der Politik.“

Die Politiker dürften sich deshalb nicht mit dem Verweis auf die Kammergründung aus der Verantwortung ziehen. Sonst geriete sie zum Nachteil der Pflegenden. Die Kammer selbst müsse darauf achten, nicht die Fehler aus anderen Bundesländern zu wiederholen. „In Niedersachsen gibt es momentan einen Sturm der Entrüstung; 40.000 Unterstützer fordern eine Petition mit dem Ziel der Abschaffung der Pflegekammer. Sie wollen offensichtlich keine Pflegekammer, die ihr Geld kostet, und auch kein neues Bürokratiemonster“, so Egidy.

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