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30.10.2019

„Der Einsatz von Zeitarbeitsfirmen in der Pflege ist eine Fehlentwicklung“

bpa-Präsident Meurer begrüßt Vorstoß der Berliner Gesundheitssenatorin zur Eindämmung von Leiharbeit

„Wir begrüßen die Initiative, Zeitarbeit in der Pflege einzudämmen.“ Dies sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer, zum Vorstoß der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, die Zeitarbeit in der Pflege verbieten zu lassen. Bereits in der Konzertierten Aktion Pflege waren sich alle Beteiligten einig und haben das in dieser Woche erneut bekräftigt.

„Der Einsatz von Zeitarbeitsfirmen in der Pflege ist eine Fehlentwicklung, die korrigiert werden muss. Denn er behebt gerade nicht die Versorgungslücken in der Pflege, sondern verschärft diese“, erklärt Meurer weiter. Mittlerweile werben Zeitarbeitsfirmen Pflegekräfte in festen Stellen ab, um sie danach für teures Geld an die Pflegeheime und Pflegedienste zurück zu verleihen. Das ist ein reiner Mitnahmeeffekt, den letztlich die Pflegebedürftigen bezahlen müssen.

„Der Dienstplan muss sich zu allererst nach den Anforderungen der pflegebedürftigen Menschen richten. Die Versprechen der Zeitarbeitsfirmen zu Wunscharbeitszeiten werden dann auf dem Rücken der Stammbeschäftigten eingelöst“, so Meurer.

Der bpa hatte im Mai dieses Jahres eine Umfrage unter seinen Mitgliedern veröffentlicht, bei der 96,3 Prozent der Unternehmen angaben, sie würden gern auf den Einsatz von Leiharbeitnehmern verzichten.

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