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15.05.2020

Kinderbetreuung für Pflegekräfte darf nicht gefährdet werden

bpa Sachsen fordert Korrektur für systemrelevante Berufsgruppen

Die Lockerung bei Kindertagesstätten in Sachsen darf nicht zu dem absurden Ergebnis führen, dass ausgerechnet den Angehörigen systemrelevanter Berufe jetzt die Betreuungszeit gekürzt wird und sie ihrer wichtigen Tätigkeit nicht nachkommen können. Davor warnt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Sachsen und fordert das Sächsische Kultusministerium zum schnellen Handeln auf.

Der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Sachsen erläutert: „Unsere Pflegekräfte beginnen entsprechend des Versorgungsbedarfes der Pflegebedürftigen ihre Frühschicht gegen 6.00 Uhr. Mit der jetzt gültigen Allgemeinverfügung in Sachsen könnten die Pflegekräfte ihre Kinder aber nicht mehr rechtzeitig in die Kita bringen. Als Folge blieben die Patienten vormittags zwei Stunden unversorgt. Gerade Senioren, die beispielsweise am Morgen auf ihre Insulinspritze angewiesen sind, gerieten dann in eine akute Notlage. Das darf nicht passieren. Hier muss ganz schnell nachgebessert und dafür gesorgt werden, dass die Pflegekräfte ihre Frühschicht pünktlich beginnen können.“

Aus diesem Grund fordert der bpa Sachsen mit seinen mehr als 700 Mitgliedsunternehmen das Sächsische Kultusministerium auf, die Angehörigen systemrelevanter Berufe wie der Pflege erkennbar zu unterstützen. Ratzenberger: „Die Pflegekräfte arbeiten seit Wochen weit über ihrem Limit und sorgen dafür, dass in diesen schweren Zeiten viele Risikogruppen entsprechend geschützt und versorgt werden. Das Letzte, was sie jetzt brauchen, sind Steine, die die Politik ihnen in den Weg legt. Wir erwarten eine zügige Lösung des Problems.“

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