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24.09.2020

„Wir brauchen regelhafte Tests für Risikogruppen in Altenpflege und Behindertenhilfe”

bpa begrüßt erweiterte Corona-Testkonzeption des Freistaates

Das sächsische Kabinett hat kürzlich beschlossen, dass sich Personen vor der Aufnahme in Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen einmalig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Mit der bis zum 31.12.2020 befristeten Regelung erweitert der Freistaat seine bisherige Konzeption, die verpflichtende Tests in der Regel erst ab einer bestimmten Inzidenz vorsieht.

„Grundsätzlich begrüßen wir das neue Test-Angebot als einen Schritt in die richtige Richtung, da Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen auf diese Weise eher vor der Einschleppung des Virus durch Neubewohner geschützt werden können”, kommentiert der sächsische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Igor Ratzenberger, die Initiative der Landesregierung.

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen fordert der bpa jedoch regelhafte und wiederholende Corona-Testungen für die Risikogruppen in der Pflege- und Behindertenhilfe, das heißt die pflegebedürftigen Menschen sowie die Beschäftigten.

„Die Beschäftigten der Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen und die von ihnen versorgten Menschen sind im Falle einer Infektion besonders gefährdet”, erklärt Ratzenberger.
Nirgendwo sonst gibt es eine derart hohe Konzentration an Risikogruppen. Für diese sind regelhafte und wiederholende Tests notwendig. Nur so wird aus einer Momentaufnahme ein belastbares Bild”. Abschließend gibt er zu bedenken, dass regelhafte Tests auch regelgebundene Lockerungen der Schutzkonzepte ermöglichten, wie zum Beispiel die Wiederaufnahme von internen Gruppenveranstaltungen.

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