ANSPRUCH PFLEGEN

bpa NORDRHEIN-WESTFALEN

Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V.
Landesgeschäftsstelle NRW

Friedrichstraße 19
40217 Düsseldorf

T (0211) 3 11 39 3-0

F (0211) 3 11 39 3-13

Seminare in Nordrhein-Westfalen

Zur Übersicht
16. Februar 2022

Deeskalierende Pflege demenziell veränderter Menschen

Veranstaltungsnummer: V192200620

Ziele
Gewalt und Aggression stellen in der Pflege ein mehrdimensionales Phänomen dar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine bedeutsame Rolle. Selten lassen sich 'Opferrolle' und Täterschaft' klar und eindeutig voneinander trennen. Dramatisierung und wertende Empörung helfen dabei Beteiligten wie Betroffenen im Alltag nicht weiter.

Das Seminar bietet Pflegenden auf zwei Ebenen Unterstützung:
Zunächst wird in einem ersten Schritt die Vielschichtigkeit bzw. Mehrdimensionalität des Gewaltphänomens herausgearbeitet. Dabei werden unterschiedliche Faktoren, die zur Gewaltentstehung beitragen, veranschaulicht. Hierzu gehören (i.S. des polykontextrualen Ansatzes nach W. Vogd, 2011) u.a.

  • die jeweiligen pflegerischen Interventionen (das pflegerische Handeln und Nicht-Handeln),
  • die Interaktionen (die Beziehung zwischen Pflegenden und pflegebedürftigen Menschen),
  • die eigene professionelle Haltung der Pflegenden
  • die Teamorientierung der Akteure,
  • sowie die organisationalen Regelwerke

betrachtet.

In einem zweiten Schritt werden Handlungskompetenzen und präventive Aspekte vertieft. Dabei werden Herangehensweisen erörtert, die eine Konfrontation erkennen und vermeiden helfen und dort, wo diese bereits entstanden ist (bspw. in akuten Bedrohungssituationen), deeskalierend wirken können.
Da wir den demenziell veränderten Menschen in seinen Verhaltensweisen nicht ändern können, lautet das Motto des Seminaransatzes: Änderung geht nur über Selbständerung der Akteure.

Inhalt
Die folgenden Schwerpunkte stehen in diesem Seminar im Vordergrund:

  • Phänomene der Gewalt erkennen und sie von anderen Phänomenen (bspw. Aggression) unterscheiden können
  • Prädisponierenden (biografisch angelegten), vermittelnde und auslösenden Gewaltfaktoren (Trigger) differenzieren und erkennen können
  • Hermeneutische Fallarbeit zur Analyse von Gewaltphänomen und zur Generierung 'kollektiv bindender Entscheidungen' im Pflegeteam
  • 'Sich selbst schützen können' - sich eine assertive Haltung aneignen
    Methoden:
    Impulsvortrag, Diskussion, Erfahrungsübungen anhand konkreter Praxisbeispiele, Gruppenarbeit

Preisdetails
Abzgl. 40 % = 57,00 € für bpa-Mitglieder.

Technische Vorrausetzungen für Seminare im Videopräsenzformat: 

  • Internetanbindung mit ausreichender Bandbreite        
  • Endgerät mit Mikrofon und Kamera oder alternativ Headset und Webcam und Mikrofonfunktionalität (Desktop Rechner/Laptop)        
  • Aktueller Browser   

Eine Teilnahme ist standortunabhängig von jedem Endgerät mit Internetanbindung möglich. Sie erhalten rechtzeitig vor Schulungsbeginn den Link zum Videopräsenzseminar.

Besonderheiten:
Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2023 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.     

Anzahl Tage: 1.0

Veranstaltungsort

Videopräsenz- Seminar
angeboten von der bpa-Landesgeschäftsstelle
Nordrhein-Westfalen

Teilnahmegebühr

95,00 € bpa Mitglieder
135,00 € Nichtmitglieder

Datum, Uhrzeit

Mi. 16. Februar 2022, 10:00 - 17:00 Uhr

Dozent

Herr Professor Manfred Borutta, Pflegewissenschaftler (MScN), Dipl. Pflegewirt (FH), Professor für Gerontologie in der Sozialen Arbeit und der Pflege

Zielgruppen

Pflegefachkräfte, Leitungskräfte

20 freier Platz

20 freie Plätze

Teilnahme

Nehmen Sie verbindlich an dieser Veranstaltung teil.