ANSPRUCH PFLEGEN

bpa NORDRHEIN-WESTFALEN

Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V.
Landesgeschäftsstelle NRW

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40217 Düsseldorf

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Seminare in Nordrhein-Westfalen

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27. April 2023

Gewaltvermeidung und Reduktion FEM - nach WTG und BTR


Veranstaltungsnummer: V192300896
Ziele

Zum Jahresstart 2023 werden Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste mit neuen Gesetzesanforderungen konfrontiert. Diese betreffen zum einen das reformierte Wohn- und Teilhabegesetz NRW und zum anderen das aktualisierte Betreuungsrecht (im 4. Kap. BGB). Beide gesetzliche Neuerungen haben gleichermaßen zum Ziel die Selbstbestimmung und die Autonomie insb. demenziell veränderter, eingeschränkter bzw. nicht mehr einwilligungsfähiger Menschen zu stärken. Im WTG NRW betrifft dies u.a. die Neureglungen

  • zur Gewaltprävention (§ 8)
  • zur Vermeidung, Durchführung und Dokumentation von freiheitsentziehenden Unterbringungen und freiheitsbeschränkenden und freiheitsentziehenden Maßnahmen (§ 8a)
  • zur Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer, Betreuerinnen und Betreuer (§ 8b)
  • zum einrichtungsinterne Qualitätssicherung (§ 13a) 


Im Betreuungsrecht (BtR) betrifft dies zum Teil sehr grundlegende Veränderungen

  • zum Grundsatz der Erforderlichkeit einer Betreuungsanordnung (§ 1814 Abs. 3 BGB-E)
  • zum Ausbau des Mitsprachrechts und des Rechts auf Information der Betroffenen (§ 1816 BGB-E)
  • zum grundsätzlichen Vorrang der Wünsche des Betreuten (§ 1821 BGB-E)
  • zur Einführung eines neuen Betreuungsorganisationsgesetzes (BtOG) und damit eines neuen Betreuerregisters (§ 23 BtOG)


Das Seminar liefert einen detaillierten Überblick über die anstehenden Gesetzesänderungen und klärt die Handlungserfordernisse für die Leistungsanbieter (Pflegeeinrichtungen und Dienste) im Hinblick auf konzeptionelle Anforderungen, die ab dem 1 Januar 2023 zu beachten sind. Darüber hinaus werden rechtskonforme Maßnahmen zur Gewaltprävention, zur Deeskalation und Vermeidung von Gewalt in Akutsituationen und zur Vermeidung bzw. Reduktion von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) erörtert.

Inhalt

  • Vertrags- und rechtskonformer Umgang mit den Themen Gewalt(vermeidung) und freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege
  • Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (n. Marshall B. Rosenberg) in Bezug auf die Pflege demenziell veränderter Menschen und dem von ihnen gezeigten sog. 'herausforderndem Verhalten' (BPSD)
  • fördernde bzw. hindernde Regelwerke und Programme in den Strukturen
  • Möglichkeiten der zielführenden Intervention



Methoden:

  • Problem- und Teilnehmerorientierte (induktive) Vorgehensweise
  • Input und Diskussion
  • Interkollegialer Austausch


Preisdetails
Abzgl. 40% = 57,00 € für bpa-Mitglieder.
Besonderheiten

Technische Vorrausetzungen für Seminare im Videopräsenzformat: 

  • Internetanbindung mit ausreichender Bandbreite        
  • Endgerät mit Mikrofon und Kamera oder alternativ Headset und Webcam und Mikrofonfunktionalität (Desktop Rechner/Laptop)        
  • Aktueller Browser   

Eine Teilnahme ist standortunabhängig von jedem Endgerät mit Internetanbindung möglich. Sie erhalten rechtzeitig vor Schulungsbeginn den Link zum Videopräsenzseminar.

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2023 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.   

Anzahl Tage: 1.0

Veranstaltungsort

Videopräsenz- Seminar
angeboten von der bpa-Landesgeschäftsstelle
Nordrhein-Westfalen

Teilnahmegebühr

95,00 € bpa Mitglieder
135,00 € Nichtmitglieder

Datum, Uhrzeit

Do. 27. April 2023, 10:00 - 17:00 Uhr

Dozent

Herr Professor Manfred Borutta, Pflegewissenschaftler (MScN), Dipl. Pflegewirt (FH), Professor für Gerontologie in der Sozialen Arbeit und der Pflege

Zielgruppen

Pflegefachkräfte, Leitungskräfte, Fachkräfte im Sozialen Dienst

5 freier Platz

5 freie Plätze

Teilnahme

Nehmen Sie verbindlich an dieser Veranstaltung teil.