Landesgruppen
Nordrhein-Westfalen
Seminare in Nordrhein-Westfalen
Führung von MItarbeiter/innen als Selbstführung der Führenden
Veranstaltungsnummer: V192400684
Ziele
Zum Jahresstart 2023 werden Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste mit neuen Gesetzesanforderungen konfrontiert. Diese betreffen zum einen das reformierte Wohn- und Teilhabegesetz NRW und zum anderen das aktualisierte Betreuungsrecht (im 4. Kap. BGB). Beide gesetzliche Neuerungen haben gleichermaßen zum Ziel die Selbstbestimmung und die Autonomie insb. demenziell veränderter, eingeschränkter bzw. nicht mehr einwilligungsfähiger Menschen zu stärken. Im WTG NRW betrifft dies u.a. die Neureglungen
- zur Gewaltprävention (§ 8)
- zur Vermeidung, Durchführung und Dokumentation von freiheitsentziehenden Unterbringungen und freiheitsbeschränkenden und freiheitsentziehenden Maßnahmen (§ 8a)
- zur Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer, Betreuerinnen und Betreuer (§ 8b)
-
zum einrichtungsinterne Qualitätssicherung (§ 13a)
Im Betreuungsrecht (BtR) betrifft dies zum Teil sehr grundlegende Veränderungen
- zum Grundsatz der Erforderlichkeit einer Betreuungsanordnung (§ 1814 Abs. 3 BGB-E)
- zum Ausbau des Mitsprachrechts und des Rechts auf Information der Betroffenen (§ 1816 BGB-E)
- zum grundsätzlichen Vorrang der Wünsche des Betreuten (§ 1821 BGB-E)
-
zur Einführung eines neuen Betreuungsorganisationsgesetzes (BtOG) und damit eines neuen Betreuerregisters (§ 23 BtOG)
Das Seminar liefert einen detaillierten Überblick über die anstehenden Gesetzesänderungen und klärt die Handlungserfordernisse für die Leistungsanbieter (Pflegeeinrichtungen und Dienste) im Hinblick auf konzeptionelle Anforderungen, die ab dem 1 Januar 2023 zu beachten sind. Darüber hinaus werden rechtskonforme Maßnahmen zur Gewaltprävention, zur Deeskalation und Vermeidung von Gewalt in Akutsituationen und zur Vermeidung bzw. Reduktion von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) erörtert.
Inhalt
- Vertrags- und rechtskonformer Umgang mit den Themen Gewalt(vermeidung) und freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege
- Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (n. Marshall B. Rosenberg) in Bezug auf die Pflege demenziell veränderter Menschen und dem von ihnen gezeigten sog. 'herausforderndem Verhalten' (BPSD)
- fördernde bzw. hindernde Regelwerke und Programme in den Strukturen
-
Möglichkeiten der zielführenden Intervention
Methoden:
- Problem- und Teilnehmerorientierte (induktive) Vorgehensweise
- Input und Diskussion
- Interkollegialer Austausch
Preisdetails
Abzgl. 40% = 57,00 € für bpa-Mitglieder.
Besonderheiten
Technische Vorrausetzungen für Seminare im Videopräsenzformat:
- Internetanbindung mit ausreichender Bandbreite
- Endgerät mit Mikrofon und Kamera oder alternativ Headset und Webcam und Mikrofonfunktionalität (Desktop Rechner/Laptop)
- Aktueller Browser
Eine Teilnahme ist standortunabhängig von jedem Endgerät mit Internetanbindung möglich. Sie erhalten rechtzeitig vor Schulungsbeginn den Link zum Videopräsenzseminar.
Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2025 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.
Anzahl Tage: 1.0
Veranstaltungsort
Videopräsenz-Seminar für NRW
angeboten von der bpa-Landesgeschäftsstelle
Nordrhein-Westfalen
Teilnahmegebühr
95,00 € bpa Mitglieder
135,00 € Nichtmitglieder
Datum, Uhrzeit
Fr. 06. September 2024, 10:00 - 17:00 Uhr
Dozent
Herr Professor Manfred Borutta, Pflegewissenschaftler (MScN), Dipl. Pflegewirt (FH), Professor für Gerontologie in der Sozialen Arbeit und der Pflege
Zielgruppen
Pflegefachkräfte, Leitungskräfte, Fachkräfte im Sozialen Dienst