News der bpa.Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

Gemeinsames Ziel: Die Zukunft der Fachberufe sichern

Fachtag des Zukunftsbündnisses „Pflege-, Betreuungs- und Gesundheitsfachberufe zukunftssicher gestalten“

Der Fachtag des Zukunftsbündnisses „Pflege-, Betreuungs- und Gesundheitsfachberufe zukunftssicher gestalten“ am 10. September 2025 in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf hatte einen klaren Zweck: Die Zukunft der Pflege-, Betreuungs- und Gesundheitsfachberufe sichern und konkrete Maßnahmen aus den Arbeitsgruppen des Zukunftsbündnisses diskutieren. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, eröffnete die Veranstaltung, an der auch der bpa vertreten war.

Im Mittelpunkt standen der Austausch auf Augenhöhe, die Vorstellung von Ergebnissen und die Diskussion weiterer Schritte, um die Berufe attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.

Das Zukunftsbündnis – ein Schulterschluss vieler Akteure

Mit einer breit angelegten Expertenrunde wurde das Zukunftsbündnis bereits am 30. Juni 2023 gestartet. Mehr als 50 Akteurinnen und Akteure wirken inzwischen mit – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus dem schulischen und hochschulischen Bereich, von Berufsverbänden und Praxiseinrichtungen, der Pflegekammer NRW, von Kommunen, Gewerkschaften und Regionalagenturen, von Kostenträgern sowie der Bundesagentur für Arbeit. Diese breite Beteiligung ermöglicht es, die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Im Oktober 2023 hatten sich drei Arbeitsgruppen (AG) konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen:

  • AG 1: Gute Berufswahl/Berufsorientierung – Leitung: Anja Köhler, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL)
  • AG 2: Gute Ausbildung – Leitung: Torsten Edelkraut, Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS), und Wolfgang Pasch, Fliedner Fachhochschule
  • AG 3: Gute Beschäftigung – Leitung: Kristina Engelen, Pflegekammer NRW

Unter Leitung dieser Expertinnen und Experten werden die Themenfelder weiterentwickelt. Ziel ist es, Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und neue Ideen für die Bereiche gute Berufswahl, gute Ausbildung und gute Beschäftigung zu erarbeiten. Die Laufzeit des Zukunftsbündnisses ist derzeit auf drei Jahre angelegt.

Ergebnisse und Beiträge des bpa

Im Rahmen des Fachtags präsentierten die Arbeitsgruppen erste Ergebnisse und diskutierten ihre nächsten Schritte. Der bpa ist im Zukunftsbündnis aktiv vertreten und bringt wichtige Impulse aus der Praxis ein.

Julia Rother, bpa-Landesreferentin und stellvertretende Sprecherin der Unterarbeitsgruppe 1 der AG „Gute Berufswahl/Berufsorientierung“, betonte die Bedeutung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als Brücke in die Pflege: „Das FSJ ist eine wertvolle Möglichkeit, junge Menschen frühzeitig für die Pflege zu begeistern und ihnen Einblicke in die Praxis zu geben.“

Sandra Mertins, bpa-Landesbeauftragte und Sprecherin der Unterarbeitsgruppe Digitalisierung der AG „Gute Beschäftigung“, machte deutlich, dass technologische Entwicklungen eine zentrale Rolle für die Arbeitsbedingungen spielen: „Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie ist eine elementare Voraussetzung für gute Beschäftigung. Nur mit modernen digitalen Strukturen schaffen wir Entlastung im Arbeits-Alltag und mehr Zeit für die eigentliche Pflege.“

Fazit: Die Zukunft der Pflege-, Betreuungs- und Gesundheitsfachberufe ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur durch das Zusammenwirken von Politik, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Praxisbetrieben können die Arbeitsbedingungen verbessert und die Attraktivität dieser Berufe nachhaltig gesteigert werden. Mit ihrem Engagement in den Arbeitsgruppen leisten die Vertreterinnen und Vertreter des bpa einen wertvollen Beitrag dazu, die Pflege in Nordrhein-Westfalen zukunftssicher zu gestalten.