Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. traf sich Anfang Mai in Berlin zu einem zweitägigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundespolitik. Rund 50 Repräsentanten aus den Mitgliedsverbänden nahmen teil und diskutierten mit der Politik über aktuelle wirtschaftspolitische Themen. Für den bpa nahm Joachim Görtz, Leiter der Landesgeschäftsstelle Bayern, daran teil.
Bereits zuvor konnten auf Einladung der vbw mit CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt wichtige Themen zur Entbürokratisierung erörtert werden, etwa die Abschaffung von Doppelprüfungen des Medizinischen Dienstes und der Heimaufsichten in Bayern. Dieses Vorhaben unterstützt auch der Beauftragte für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung Walter Nussel. Hiermit werden die Einrichtungen entlastet, die Pflegekräfte und nicht zuletzt auch die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. So bleibt mehr Zeit für die Pflege.

Austausch u. a. mit vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt (li.), CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek (re.) und BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner
Holetschek äußerte sich allerdings kritisch zu den Reformvorhaben in der Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene. Ein Thema, das auch der bpa bereits bundesweit erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen hat. Im Gespräch mit der Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Katrin Staffler, konnte der bpa seine Kritik ebenfalls erfolgreich platzieren. Zwar ging Staffler auch weiterhin davon aus, dass es Veränderungen bei den Zugängen zu den Pflegegraden geben werde. Ihre Bereitschaft aber, sich für eine sinnvolle Lösung in der Frage der Tarifrefinanzierung in der Pflege einzusetzen, konnte sie signalisieren. Ferner sprach der bpa mit ihr über die Möglichkeiten, die Arbeitsbedingungen in der Pflege weiter zu verbessern.
Stafflers Projekt „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf (GAP – Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege)“ unterstützt der bpa bereits im Rahmen seiner Initiativen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität bundesweit. Die Pflegebevollmächtigte und der bpa konnten hierzu vereinbaren, die Zusammenarbeit im Projekt GAP zu intensivieren.

