News der bpa.Landesgruppe Bayern

„Neue Ära Prävention“

Impulse aus dem GPA für Pflege und gesunde Arbeitsbedingungen

Am 1. Dezember 2025 war Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach zu Gast beim Gesundheits- und Pflegepolitischen Ausschuss (GPA) der CSU in München. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Neue Ära Prävention“, in dessen Rahmen die Ministerin ihren neuen Masterplan Prävention vorstellte und zentrale gesundheitspolitische Leitlinien für die kommenden Jahre skizzierte.

Die Staatsministerin machte deutlich, dass Prävention kein ergänzendes Element, sondern eine notwendige Antwort auf die wachsenden Herausforderungen des Gesundheitssystems ist. Bewegungsmangel, Fehlernährung, psychische Belastungen und der demografische Wandel erfordern ein Umdenken – weg von einer reinen Reparaturmedizin hin zu Gesunderhaltung über alle Lebensphasen hinweg.

Der Masterplan Prävention verfolgt einen umfassenden Ansatz. Mit einem klar strukturierten Zielsystem und mehr als 250 konkreten Maßnahmen sollen Gesundheitskompetenz gestärkt, Bewegung gefördert, Präventionsangebote sichtbarer gemacht und gesundheitliche Risiken frühzeitig reduziert werden. Ergänzt wird dies unter anderem durch einen landesweiten Präventionstag, Präventionsfonds sowie den Ausbau von Netzwerken im Gesundheitswesen.

bpa-Landesgeschäftsstellenleiter Joachim Görtz und Landesbeauftragter Johannes Keller nutzen die Veranstaltung zur Vernetzung mit weiteren Akteuren der Prävention. Auf diese Art der Vernetzung setzt auch der GPA und der Masterplan Prävention durch die Einbindung zahlreicher Akteure aus Gesundheitswesen, Wissenschaft und Praxis. Für private Pflegeanbieter eröffnet dies Chancen, Präventionsansätze weiterzuentwickeln und stärker in den Pflegealltag zu integrieren. Voraussetzung ist jedoch, dass Präventionsmaßnahmen praxisnah gestaltet und verlässlich refinanziert werden, damit sie insbesondere für kleine und mittlere Träger umsetzbar bleiben.

 

Judith Gerlach, Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, zu Gast beim Gesundheits- und Pflegepolitischen Ausschuss (GPA) der CSU in München und Bernhard Seidenath MdL, Landesvorsitzender des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA), Vorsitzender des Landtags-Ausschusses Gesundheit und Pflege

Judith Gerlach, Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, zu Gast beim Gesundheits- und Pflegepolitischen Ausschuss (GPA) der CSU in München und Bernhard Seidenath MdL, Landesvorsitzender des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA), Vorsitzender des Landtags-Ausschusses Gesundheit und Pflege

Diese Impulse aus der Politik sind ausdrücklich zu begrüßen – insbesondere, weil Prävention auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege in den Blick nehmen muss. Pflegekräfte zählen zu den Berufsgruppen mit besonders hohen körperlichen und psychischen Belastungen. Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Erschöpfung und Personalmangel wirken sich langfristig nicht nur auf die Beschäftigten selbst, sondern auch auf die Versorgungsqualität aus.

Prävention bedeutet daher aus bpa Sicht zwingend auch: Gesunde Arbeitsbedingungen schaffen, um Pflegekräfte länger gesund im Beruf zu halten. Betriebliche Gesundheitsförderung, präventionsorientierte Arbeitsorganisation und niedrigschwellige Unterstützungsangebote sind zentrale Bausteine einer nachhaltigen Personalsicherung. Pflegeeinrichtungen müssen als Orte der Prävention verstanden werden – so wohl für Pflegebedürftige als auch für die dort Beschäftigten.

Die Veranstaltung des GPA hat deutlich gemacht: Prävention ist mehr als ein gesundheitspolitisches Schlagwort und insbesondere mit Blick auf den „Masterplan Prävention“erklärter Wille der bayerischen Staatsregierung. Aus Sicht des bpa ist die Prävention ein zentraler Hebel für gute Pflege, stabile Versorgung und gesunde Arbeitsbedingungen. Der bpa wird diesen Prozess weiterhin konstruktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass Prävention in der Pflege nachhaltig verankert wird.